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Empfang in Stadthalle Großer Bahnhof und Feuerwerk für Nikolaus in Haselünne

Von Helmut Diers | 06.12.2015, 11:56 Uhr

Über 500 Großeltern, Eltern und Kleinkinder konnte am Samstagabend Pastor Johannes Bartke von der Kirchengemeinde St. Vincentius in der Stadthalle Haselünne zum Nikolausempfang begrüßen. Schon traditionell organisiert die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Stadt den jährlichen Nikolausempfang mit anschließendem großen Laternen- und Fackelumzug durch die Stadt.

„Ich habe den Nikolaus schon gesehen“, steigerte Bartke die Spannung und Aufregung vor allem bei den jüngsten Besuchern. Die Gäste hatten teilweise schon über eine halbe Stunde auf die Ankunft des Nikolaus gewartet. Der aber ruhte sich von seiner wegen stürmischer Winde durchaus beschwerlichen Anreise in den Heimathäusern aus.

Beim Einzug in die Stadthalle mit seinen Helfern, den acht „Bäckern“ und zwei Engeln, kam unter den Klängen der Burgmannskapelle Alt-Haselünne der Nikolaus aus dem Staunen beim Anblick der vielen Besucher nicht heraus. Auf einem Laufsteg kam er auf dem Weg zur Bühne nur langsam voran, denn er musste zahlreiche Kinder- und Erwachsenenhände schütteln.

Auf der Saalbühne in Haselünne hieß Pastor Bartke den Nikolaus willkommen. „Ich bin wie alle hier froh, dass du da bist mit den Bäckern und Engeln, die helfen, die süßen Tüten an die Kinder zu verteilen“. 900 Tüten mit leckeren Dingen hatten Tage vorher „irdische Helfer“ unter der Regie von Küster Thomas Linger auf Anweisung des Nikolaus, des Bischofs von Myra, das in der heutigen Türkei liegt, gepackt.

Viele freiwillige Helfer

„Bei so vielen Freunden von mir komme ich gern“, sagte der Nikolaus und durfte sich an ihm zu Ehren vorgetragenen Liedern wie „Well kump daor mit denn groten Sack…“ und Gedichten und Liedern des Kinderchores des Familienzentrums St. Vincentius wie „Meine kleine Laterne leuchtet schön“ erfreuen. Bevor es aber in einem von der Polizei und der Feuerwehr Haselünne gesicherten Zug durch die Stadt ging, erzählte Nikolaus die Legende um sein von Nächstenliebe gezeichnetes Schaffen. Wie Nikolaus so sollten auch Kinder und Erwachsene Dinge mit anderen teilen, aber nicht nur Dinge, auch Zeit, die man gemeinsam zum Beispiel mit den Kindern, mit der Familie verbringe. Wörtlich betonte der Nikolaus: „Ein Fest wird durch Kinder erst ein richtiges Fest“. Und die klatschten nach ihren Gedichtvorträgen den Nikolaus ohne Scheu ab.

Feuerwerk an der Hase

Und dann ging es auf einem ganz in Weiß gehaltenen Prunkwagen gezogen von zwei pechschwarzen Friesenpferden, die der Knecht Ruprecht lenkte, zur Hasebrücke. Dort kam der Nikolaus aus dem Staunen nicht mehr raus. Ihm zu Ehren wurde ein Feuerwerk am Haseufer angebrannt. An der Brücke reihten sich auch die Kinder der Grundschule Paulusschule in den Zug ein, der sich dann langsam einen Weg durch die von Zuschauern gesäumten Straßen zum Innenhof des Gymnasiums schlängelte. Dort bekamen auch die sehnsüchtig wartenden Grundschulkinder ihre süße Tüte. Zum Abschluss seines Besuchs rief Nikolaus noch einmal alle Anwesenden auf, sich weiterhin wie bisher in der Stadt für Asylsuchende, Flüchtlinge, arme und schwache Menschen sich einzusetzen und ihnen zu helfen, wie er es vor über 1600 Jahren in Myra getan habe. „Wenn ihr Not seht, macht eure Augen auf und nicht den Mund zu!“