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Denkmalgeschützter Bau Kapelle in Haselünne-Eltern wird saniert

Von Carola Alge | 14.02.2017, 09:10 Uhr

Ein kleiner von Bäumen gesäumter Weg unweit des Stationswegs in Haselünne-Eltern, an dessen Ende steht ein weißer Bau mit Kreuz darauf und verschlossener Gittertür. An dem Steinbau hat der Zahn der Zeit genagt, Farbe ist abgesplittert. Im Zuge der Dorfsanierung des Ortsteils soll er für 60.000 Euro saniert werden.

Ziel der Dorferneuerung in Eltern ist es, gewachsene dörfliche Strukturen zu erhalten und mit neuen Siedlungsformen in Einklang zu bringen. 2003 wurde es in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Aus dem wird mit 30.000 Euro die notwendige Sanierung der Klause mitfinanziert. Die restliche Summe wird je zu einem Drittel von Stadt, Kirche und Landkreis Emsland (Denkmalschutzförderung) getragen.

Idyllische Lage

Die Lage der in Trägerschaft der katholischen Kirche stehenden denkmalgeschützten Klause am Ende eines Schotterweges ist idyllisch. Immer wieder finden zahlreiche Gläubige über den Prozessionsweg hierher und staunen über den um 1900 erbauten Putzbau. In dessen Giebeldreieck befindet sich ein rundes Blendfeld.

Der Stationsweg kommt aus Haselünne und endet in der Ortslage Eltern. Parallel zu ihm verläuft westlich der Straße Am Lasterbach ein befestigter Radweg. Er und der Schotterweg werden im Bereich des Baches zusammengeführt und münden auf die Straße Am Lasterbach. Östlich davon befindet sich eine Straße, die ebenfalls den Namen Stationsweg trägt.

Restaurierung ab April 2017

Die Kapelle und die Bildstöcke sollen voraussichtlich ab April 2017 unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes restauriert werden. Der Schotterweg dorthin wird höher gelegt und erhält einen neuen wassergebundenen Deckenbelag, um die Entwässerung des Weges in den Seitenraum zu gewährleisten. Das Umfeld der Klause soll mit ortstypischem Pflaster und einer Unterpflanzung aufgewertet werden. Der vorhandene Gehölzbestand bleibt weitgehend erhalten. Die Rhododendren dagegen werden entfernt und durch dorftypische Sträucher ersetzt. Die Maßnahme wird in Absprache mit der Kirchengemeinde und dem Bischöflichen Generalvikariat umgesetzt.