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Chorleiter Roland Reeh verabschiedet „Persönlichkeiten waren immer wichtig“

Von Corinna Maatje | 30.09.2011, 22:00 Uhr

Roland Reeh tritt nach 35 Jahren sein Amt als Leiter des Chors Capella Cantorum Haselünne ab. Zum Abschied dirigierte er das zu seinen Ehren veranstaltete Konzert der Capella Cantorum in der Pfarrkirche St. Vincentius in

Bereits 2007 löste Ines Krause Reeh als Chorleitung ab, jedoch war ein großer Wunsch des ehemaligen Chorleiters, das Abschiedskonzert zu dirigieren. Vor Beginn der Musikveranstaltung lobte Chormitglied Christina Mimjähner die Leistungen und das Engagement des gebürtigen Lübeckers. Reeh werde seit Jahren mit Musik auf hohem Niveau in Verbindung gebracht. Als Musiklehrer am Gymnasium St. Ursula in Haselünne gründete er 1976 einen Schulchor, bei dem er 22 Jahre die Leitung übernahm. „Es ging Roland Reeh niemals nur um die Musik. Die Persönlichkeiten der Chormitglieder waren ihm immer sehr wichtig“, betonte Mimjähner. So konnten durch das aktive und ausdauernde Engagement des Capella-Cantorum-Gründers viele Talente entdeckt und gefördert werden.

Zur offiziellen Verabschiedung stand die Veranstaltung unter dem Leitspruch „Geistliches Chorkonzert“, in der eine Kombination aus Orgel und Chor das Publikum begeisterte. Die Auswahl der zum größten Teil sehr anspruchsvollen Werke hatte Reeh selbst getroffen. Zu den Höhepunkten gehörten Johannes Brahms „Warum ist das Licht gegeben dem Müheseligen“, das „Kyrie“ aus der „Missa Brevis“ von Dietrich Buxtehude sowie „O quam gloriosum“ von William Byrd. Bei Franz Liszt „Pater noster“ trat Reeh in Aktion und bewies sein Gesangstalent im Männer-Quartett. „Das Konzert ist sehr gut gelungen und schien eine beruhigende Wirkung auf das Publikum zu haben“, freute sich der Dirigent über den Verlauf der Veranstaltung. Am Ende des Konzertes überreichte jedes Chormitglied Reeh eine Rose. Es war bislang Tradition, dass er jedem eine Rose schenkte, der den Chor verließ.