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Chefarzt am St.-Vinzenz-Hospital wechselt Gregory Hecht wird neuer Leiter der Psychiatrie in Haselünne

Von Carola Alge | 15.08.2016, 18:05 Uhr

Das St.-Vinzenz-Hospital Haselünne bekommt mit Dr. Gregory M. Hecht einen neuen Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Er tritt zum 1. September 2016 die Nachfolge von Dr. Marius Houchangnia an.

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  • Gregory Hecht wird ab 1. September 2016 neuer Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haselünne
  • Studium unter anderem in New York
  • Diagnostischen und medizinischen Bereich voranbringen
  • Patientenorientierte Therapien

Hecht ist bereits seit vielen Jahren erfolgreich in verschiedenen Funktionen für das Haselünner Krankenhaus tätig, derzeit in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) . Der 42-jährige gebürtige Pariser besitzt die deutsche sowie die US-amerikanische Staatsangehörigkeit und ist zweisprachig aufgewachsen. Hecht ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Meppen.

Studium auch in New York

Sein Abitur absolvierte er am Windthorst-Gymnasium in Meppen. Anschließend studierte er Medizin in Heidelberg, Wien, Hamburg, Aberdeen und New York, parallel erlangte er dazu das Zertifikat des permanenten ECFMG (US-amerikanische medizinische Examen). Der Mediziner hat einen Facharzttitel für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie. Außerdem führt er die offiziellen ärztlichen Zusatzbezeichnungen „Naturheilverfahren“ sowie „verkehrsmedizinische Begutachtung“.

Engagiertes Team

Hecht freut sich, wie er im Pressegespräch am Montag sagte, die Klinik „mit dem hoch engagierten Team von Pflegekräften, Psychologen, Therapeuten und Ärzten weiterentwickeln zu können“. Er werde in seiner neuen Funktion „auf bewährte Strukturen zurückgreifen und gleichzeitig neue Konzepte und Ideen mit maximaler Unterstützung der Geschäftsführung umsetzen“.

Verwaltungsdirektor Walter Borker und das Kuratorium des Haselünner Krankenhauses danken Hecht sehr für das Vertrauen, das er mit der Übernahme seiner zukünftigen Aufgabe ausgedrückt habe. Mit Hecht werde sich die Klinik weiterentwickeln, betonten Vorsitzender Klaus Schütte und dessen Stellvertreter Pastor Johannes Bartke.

Diagnostischen und medizinischen Bereich voranbringen

Der neue Chefarzt möchte den diagnostischen und medizinischen Bereich der Klinik voranbringen. „Für unsere Emsländer wollen wir eine Klinik, in der sich unsere Patienten wertgeschätzt und gut aufgehoben fühlen. Aus ihr sollen sie gestärkt hervorgehen.“ Räumlich und personell sei das Haus gut aufgestellt. Dem neuen Chefarzt ist es wichtig, „über solide Arbeit am Patienten eine gute Reputation der Klinik zu erarbeiten“. Dazu gehörten patientenorientierte Therapien, störungsspezifisches Arbeiten mit „empathischen wertschätzenden Gesprächen“.

Houchangnia verlässt Klinik auf eigenen Wunsch

 Hechts Vorgänger Marius Houchangnia , seit Januar 1996 Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des St.-Vinzenz-Hospitals Haselünne, verlässt das Klinikum auf eigenen Wunsch, um sich beruflich anderen Aufgaben zu widmen. Das St.-Vinzenz-Hospital sowie die Niels-Stensen-Kliniken bedanken sich bei ihm für „den erfolgreichen und engagierten Aufbau sowie Entwicklung der Abteilung“.

Beginn der Psychiatrie 1996

Die Psychiatrie in Haselünne begann 1996 mit 40 Betten. Sie umfasst folgende Stationen: eine geschlossene für Kriseninterventionen, eine für Suchtkranke, eine Station für Psychosomatik und zwei für allgemeine Psychiatrie.

Sukzessive kamen im Laufe der Jahre weitere Betten hinzu: 2003 +10, 2004 +10, 2005 +20, 2006 +10 und seit 2013 weitere 20 Betten für Psychosomatik. Insgesamt werden in Psychiatrie und Psychotherapie 90 Betten, in der Psychosomatik 20 Betten bereitgehalten. In der Tagesklinik gibt es zudem 14 Plätze für allgemeine Psychiatrie und 15 Plätze für Gerontopsychiatrie.