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CDU-Vorstand besucht Berentzen-Gruppe Berentzen bekennt sich zu Haselünne

Von Martin Reinholz, Martin Reinholz | 23.06.2016, 14:12 Uhr

Ein klares Bekenntnis zum Standort Haselünne hat der Vorstandssprecher der Berentzen-Gruppe AG, Frank Schübel, beim Besuch des CDU-Vorstandes des Kreisverbandes Meppen gegeben. „Es gibt keine Intentionen, Haselünne zu verlassen“, erklärte Schübel er.

Zuvor hatten die 22 Mitglieder des Gesamtvorstandes im Beisein des Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann, des Landtagsabgeordneten Bernd-Carsten Hiebing, der stellvertretenden Landrätin Margret Berentzen und des Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Knoll das Brennereimuseum des Berentzen-Hofes besichtigt. Jens Bookjans vom Berentzen-Hof erklärte den Politikern den Ablauf bei der Herstellung von Hochprozentigen vom Weizenkorn bis hin zum fertigen Produkt vor. Dabei ging er auch auf die Geschichte des Haselünner Unternehmens ein.

Vom Familienunternehmen zur AG

Ausführlich beschrieb Schübel die Entwicklung der Haselünner Kornbrennerei vom reinen Familienunternehmen zur Berentzen-Gruppe AG, bei der zu Beginn die Aurelius AG einen Anteil von 60 Prozent hielt. Mittlerweile sei dieser Anteil auf 18 Prozent geschrumpft. Die anderen Anteile würden von institutionellen und privaten Anlegern gehalten, erläuterte der Vorstandssprecher.

Mehr als 200 Arbeitsplätze

Das Unternehmen biete mit dem Hauptsitz der AG in den Gebäuden an der Ritterstraße, dem Berentzen-Hof und dem Tochterunternehmen Vivaris, das alkoholfreie Erfrischungsgetränke herstellt und Sinalco-Cola abfüllt, mehr als 200 Arbeitsplätze in Haselünne, sagte Schübel. In vielen Bereichen würden noch Arbeitnehmer gesucht.

Rückkehr zum Kerngeschäft

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens liege derzeit auf der Rückkehr zum Kerngeschäft. „Der politische Druck auf zuckerhaltige Getränke und Spirituosen steigt unvermindert“, sagte der Unternehmenschef. Im Tochterunternehmen Vivaris verfüge das Unternehmen über drei Mineralbrunnen mit Marken wie Emsland-Quelle, Märkisch-Kristall und St. Ansgari.

Flaggschiff

Als „neues Flaggschiff in der Unternehmensgruppe“ bezeichnete Schübel die neue Marke „Citroscasa“. Dahinter verbergen sich Frischsaftsysteme, also beispielsweise Orangenpressen, die mittlerweile vielfach in den Obst- und Gemüseabteilungen von Supermärkten zu finden sind. „Das Potenzial ist enorm“, so Schübel. Zum einen, weil die Menschen immer gesundheitsbewusster würden und zum anderen, weil sich Supermärkte mit einem solchen Service von den Discountern abheben könnten. Bei dem System werde der Saft direkt aus frischen Früchten hergestellt und könne vom Verbraucher regelrecht abgezapft werden. Dieses neue System erreiche im Moment Zuwachsraten von mehr als 30 Prozent, schwärmte Schübel.