Erste Schritte festgelegt Initiative zum Erhalt des Altbaus am Haselünner Kreisgymnasium


Haselünne. Ende September 2017 kamen mehr als 50 Haselünner zusammen, um eine Initiative zum Erhalt des letzten Gebäudes der ehemaligen Klosterschule zu starten. Nun haben sich die damals gewählten Mitglieder eines Gremiums, Franz-Josef Berg, Rolf Hopster, Marianne Keuter, Daniel Lösker, Josef Rosche und Andreas Sandhaus, getroffen, um erste Schritte zu planen und zu konkretisieren.

Hopster erläuterte die wesentlichen Punkte: „Wichtig ist erst einmal“, so der zum Sprecher ernannte, „dass die Haselünner Bürger und natürlich ehemalige Schüler und Lehrer sowie Angestellte der vorangegangenen Klosterschule bzw. des Kreisgymnasiums für das Thema sensibilisiert und bestenfalls aktiviert werden. Dazu benötigen Sie Informationen, welche Beweggründe für uns wichtig waren und sind, diese Initiative gestartet zu haben.“ Ein Internetauftritt sowie Facebook-Einträge werden laut Hopster zeitnah erstellt.

Historische Bedeutung

Ihm und allen anderen Vertretern, zu denen auch der bei der Sitzung nicht anwesende Bernd Vehring gehört, ist dabei nicht nur die architektonische Gestalt, sondern vor allem die historische Bedeutung des Klostergebäudes als ehemalige Mädchenschule der Ursulinen und natürlich der entsetzlichen, aber zeitgeschichtlich dennoch äußerst bedeutenden Phase als nationalpolitische Erziehungsanstalt der NSDAP dringlich.

Kommunikation

Um diese und andere Punkte klar zu machen und um von vornherein mögliche Missverständnisse auszuschließen, soll, so die Gremiumsmitglieder, eine ausreichend gute Kommunikation mit allen Beteiligten, hier insbesondere der Stadt Haselünne, der Schulleitung und natürlich dem Landkreis, in dessen Verantwortung das Haus steht, stattfinden.

Führung durch altes Gemäuer

Über den derzeitigen Zustand des Gebäudes hat sich die Gruppe bei einer Führung durch das alte Gemäuer unterrichten lassen. „Dabei wurde deutlich“, so Sprecher Hopster, „welch ungeheurer Schatz da in unserer alten Korn- und Hansestadt steht.“ Die Bausubstanz sei angesichts des Alters erfreulich gut, auch werde deutlich, dass außer der bereits angesprochenen geschichtlichen Bedeutung die Architektur einzigartig für das Stadtbild ist.

Nach Absprache mit Norbert Schlee-Schüler, dem Schulleiter des Kreisgymnasiums, wird es eine weitere Führung geben, die diesmal für alle Interessierten und hier insbesondere ehemalige Besucher der Lehranstalt offen ist. Sie findet zwischen Weihnachten und Neujahr statt. Für nähere Informationen und eine notwendige Anmeldung stehen die Gremiumsmitglieder zur Verfügung.


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