Angelus-Sala-Preis 2017 Auszeichnung für Haselünner Schülerin am Tag der Chemie

Die Zehntklässlerin Vera Hackstedt hat den Angelus-Sala-Preis 2017 erhalten. Foto: Kreisgymnasium St. Ursula HaselünneDie Zehntklässlerin Vera Hackstedt hat den Angelus-Sala-Preis 2017 erhalten. Foto: Kreisgymnasium St. Ursula Haselünne

Haselünne. Für herausragende Leistungen im Fach Chemie ist die Schülerin Vera Hackstedt vom Kreisgymnasium St. Ursula Haselünne mit dem Angelus-Sala-Preis 2017 ausgezeichnet worden.

Die Verleihung fand am Campus Wechloy der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt. Der Preis ist benannt nach Angelus Sala, Mediziner und Wissenschaftler sowie Aufseher des Apothekenwesens im Land Oldenburg, und geht an Schüler der zehnten Klasse im Weser-Ems-Gebiet, die in Chemie Herausragendes geleistet haben. Mit Vera Hackstedt als Preisträgerin habe das Haselünner Gymnasium eine begabte Schülerin, „die mit großem Talent ebenso großes und erfolgreiches Lernengagement im Bereich der Naturwissenschaften unter Beweis stellt“, erklärte Heike Book, Fachobfrau für das Fach Chemie.

Die Verleihung startete mit einer Begrüßung durch den Universitätspräsidenten Hans Michael Piper. Es folgte eine Einführung in die organische Chemie, die die Reduktion unerwünschter und unerwarteter Nebenprodukte bei gezielten Synthesen behandelte.

3D-Druck

Danach wurde ein Vortrag der physikalischen Chemie gehalten, der die Funktionsweise und Entwicklung des 3D-Drucks thematisiert, was am Druck verschiedener Pikachufiguren veranschaulicht wurde. „Es wurde verdeutlicht, was für eine aufregende Technologie diese Art des Druckes ist, da man zielgenau Geometrien herstellen kann, ohne Material zu verschwenden“, schreibt das Kreisgymnasium in einer Pressemitteilung.

Jedoch träten auch viele Probleme und Hindernisse auf, da etwa die Feinheit der gedruckten Geometrie aufgrund der Schichtdicke begrenzt und der Druck an sich ungemein zeitintensiv ist. Besondere Letzteres erkläre, warum 3D-Drucker nur teilweise und nicht massenhaft in der Industrie genutzt werden. Außerdem bekam jeder Anwesende ein kleines, selbstgedrucktes Erinnerungsstück an den Tag der Chemie.

Lehrreich und interessant

Nach der feierlichen Preisverleihung, bei der die ausgezeichneten Schüler neben der Urkunde außerdem das Buch „Chemische Leckerbissen“ erhielten, schloss der Vormittag mit einem Vortag eines Juniorprofessors der Chemiedidaktik der Universität zu Köln ab. Er stellte die Wirkungsweise organischer Leuchtdioden (OLED) vor und erklärte Methoden, wie diese kostengünstig nachgeahmt werden können, um als Vorführmaterial im Schulunterricht zu dienen. Der Tag endete mit der Möglichkeit diverser Laborbesichtigungen sowie dem Erleben eines 3D-Druckes.

Vera Hackstedt war sichtlich beeindruckt vom universitären Tagesprogramm: „Dieser lehrreiche sowie interessante Tag der Chemie hat aufgezeigt, in welchen Bereichen unseres alltäglichen Lebens man doch immer wieder mit chemischen Prozessen und Funktionsweisen konfrontiert wird, die einem vorher gar nicht so bewusst waren“, resümierte die Zehntklässlerin.


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