Schüler informieren sich 10. Haselünner Ausbildungsbörse

Von Ingo Hinrichs

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ihin Haselünne. Annähernd 500 Schüler haben sich bei der 10. Haselünner Ausbildungsbörse Anregungen für ihre Berufswahl geholt.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung konnte die stellvertretende Landrätin Margret Berentzen in der Stadthalle Haselünne begrüßen. Die Schüler hatten die Gelegenheit, sich bei den 50 ausstellenden Firmen über rund 120 verschiedene Ausbildungsberufe zu informieren.

„Wir sind sicher, dass wir hier gemeinsam eine echte Orientierung für die Berufswahl bieten, von der Jugendliche und Arbeitgeber gleichermaßen profitieren“, lobte Berentzen als Sprecherin des Arbeitskreises „Schule/Wirtschaft“ die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit der Schulen, der Wirtschaft und der Verwaltung bei der Organisation der Börse. Ihr Dank galt den vielen Helfern der beteiligten Schulen und der ausstellenden Firmen für die liebevolle und detaillierte Vorbereitung. Mit dabei waren in diesem Jahr die Bödiker Oberschule, die Don-Bosco-Schule, das Kreisgymnasium St. Ursula und die Oberschule Herzlake. An diesen Schulen war die Börse im Unterricht durch eine intensive Vorbereitung im Unterricht und die Erarbeitung von Erkundungsbögen vorbereitet worden.

900 Stellen unbesetzt

Christoph Exeler als Fachbereichsleiter Bildung beim Landkreis Emsland blickte auf die Historie der verschiedenen Ausbildungsbörsen zurück. Die Veranstaltung in Haselünne wurde erstmals im Jahr 1999 durchgeführt und war damit die erste Informationsbörse dieser Art im Emsland. In den vergangenen Jahren habe sich der Stellenmarkt aber komplett gewandelt, sagte Exeler. Habe es früher noch einen Mangel an Lehrstellen gegeben, so gebe es heute einen eklatanten Mangel an Bewerbern. Derzeit seien noch mehr als 900 Ausbildungsplätze im Emsland unbesetzt. Dass diese Zahl nicht noch größer ist, sei auf die hervorragende Zusammenarbeit von Schule, Wirtschaft und Verwaltung zurückzuführen.

Herzlakes Bürgermeister Ludwig Pleus bezeichnete den Weg über eine qualifizierte Ausbildung als „Autobahn in ein aktives Berufsleben“ und appellierte an die Schüler die Möglichkeiten auch zu nutzen. Vor dem Hintergrund einer Vielzahl von Angeboten für eine stetig geringer werdende Zahl an Bewerbern sei die Chance für eine Karriere im Wunschberuf noch nie so groß gewesen.

Große Auswahl

Alle Beteiligten waren sich einig darin, dass die Ausbildungsbörse eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Berufswahl sei. Die Angebote von Firmen und die Wünsche von Bewerbern würden hier ideal zusammengeführt. Die hohe Akzeptanz zeige sich auch in der Teilnehmerdichte. Vertreten waren das Handwerk, der Einzelhandel, die Industrie, Kreditinstitute und Versicherungen, Sozialeinrichtungen sowie Polizei und Bundeswehr. Die Voraussetzungen für ein gutes Gelingen wurden geschaffen durch eine intensive Vorbereitung der Schüler im Unterricht, etwa durch die Erarbeitung von Fragenkatalogen: Welcher Schulabschluss ist Voraussetzung, wie sehen die persönlichen Anforderungsprofile aus und welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

In der Regel stehen Auszubildende der Firmen den Schülern „auf Augenhöhe“ Rede und Antwort. In den meisten Fällen stehen aber auch der Chef oder der Ausbilder für Fragen zur Verfügung. Über die von einigen Firmen angebotenen „Schnupperpraktika“ in den Ferien besteht zudem die Möglichkeit, einmal einen Einblick in den Arbeitsalltag zu bekommen.

Fortbildung

Auch Jannik Stümpler und Henning Witschen aus der Klasse 9 der Bödiker Oberschule nutzen die Informationsmöglichkeiten der Ausbildungsbörse. Am Stand der „Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition ( WTD 91) wurden sie von Fabian Völker, derzeit selbst noch Auszubildenden der WTD, über die vielfältigen Möglichkeiten einer Ausbildung informiert. Beim gemeinsamen Ausfüllen eines Erkundungsbogens erfuhren die beiden hier nicht nur alles Wissenswerte über eine Ausbildung, sondern auch über spätere Fortbildungsmöglichkeiten.


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