Ab 9. Klasse getrennter Unterricht Haupt- und Realschulklassen in Haselünne kommen wieder

Meine Nachrichten

Um das Thema Haselünne Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ab dem Schuljahr 2018/2019 soll es wieder Haupt- und Realschulklassen an der Bödiker Oberschule Haselünne geben. Foto: Konstantin StumpeAb dem Schuljahr 2018/2019 soll es wieder Haupt- und Realschulklassen an der Bödiker Oberschule Haselünne geben. Foto: Konstantin Stumpe

Haselünne. Der Unterricht an der Bödiker Oberschule Haselünne findet ab dem Schuljahr 2018/2019 in den Jahrgängen 9 und 10 wieder in getrennten Haupt- und Realschulklassen statt. Das gab der Ausschuss für Schulen und Kultur der Stadt Haselünne am Mittwoch bekannt.

Wie bisher werden die Schüler der Klassen 5 bis 8 gemeinsam unterrichtet, wobei auch in diesen Jahrgängen schon entsprechend der schulischen Leistungen in den Hauptfächern in getrennten Kursen unterrichtet wird. Gegen Ende des zweiten Halbjahres von Klasse 8 werde dann laut Thorsten Giertz, Schulleiter der Bödiker Oberschule, entschieden, welche Schulform die Schüler im Anschluss besuchen.

Gezielte Vorbereitung

Ziel dieser Maßnahme sei es laut dem 1. Stadtrat Reiner Strotmann, die Schüler noch gezielter auf den Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder erweiterten Realschulabschluss vorzubereiten. Dies bestätigte auch Schulleiter Thorsten Giertz. „Wir haben diese Entscheidung gemeinsam mit dem Schulvorstand und allen beteiligten Gremien gefällt“, betonte Giertz im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch die Schülervertretung sei einbezogen worden. „Wir haben gesehen, dass diese Form für uns im Hinblick auf eine gezielte Vorbereitung auf den Schulabschluss viel realistischere Chancen für die Schüler bietet“, sagte Giertz.

Die Entscheidung sei aus vielen Gesprächen mit Eltern und Schülern gereift. Danach habe man die Entscheidung der Stadt als Schulträger mitgeteilt. „Der Bürgermeister konnte unsere Entscheidung aber gut verstehen“, sagte Giertz.

Mehrarbeit

Mit der Teilung der Schüler ab Klasse 9 kommt einiges an Mehrarbeit auf die Schule zu, kündigt der Schulleiter an: „Jetzt liegt eine große Aufgabe vor uns aber wir arbeiten daran, den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten. Da die Berufsorientierung weiterhin eine Kernkompetenz der Schule bleiben soll, gehe es nun darum, verschiedene Konzepte für die Haupt- und Realschulklassen zu erarbeiten. Eine große Herausforderung sieht Giertz auch in der Trennung der Klassengemeinschaften. Bislang blieben die Klassen bis zum Ende der Schulzeit überwiegend zusammen. Nun wird nach der 8. Klasse neu durchgewürfelt.

Mehr Lehrer?

Mehr Lehrer seien derzeit jedoch nicht geplant. Die endgültige Entscheidung dazu fällt erst kurz vor Ende des zweiten Halbjahres, wenn erkennbar werde, wie viele Schüler sich für welche Schulform qualifizieren. „Die Änderungen werden sich aber nicht auf unser Schulprofil auswirken. Wir stellen nicht alles auf den Kopf“, betont Giertz.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN