1,71 Millionen Euro Investition Sporthalle und Hallenbad Haselünne werden saniert

Die Sanierung der Sporthalle (Foto) und des Hallenbads an der Hammer Straße in Haselünne läuft. Foto: Carola AlgeDie Sanierung der Sporthalle (Foto) und des Hallenbads an der Hammer Straße in Haselünne läuft. Foto: Carola Alge

Haselünne. Die ersten Klinker im hinteren Bereich der Sporthalle hinter dem Hallenbad an der Hammer Straße in Haselünne sind heraus gebrochen. Die Sanierung beider Gebäude läuft. Kostenpunkt: 1,71 Millionen Euro. Die mit 900000 Euro geförderte Maßnahme soll bis November 2017 abgeschlossen sein.

Der Gebäudekomplex wurde 1973 gebaut. Gebäudehülle und Technik stammen bis heute zum Großteil aus dieser Zeit. Mehrfach wurden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Dazu zählten 2009 der Einbau einer neuen Sicherheitsbeleuchtungsanlage und die Sanierung des Flachdachs des Hauptgebäudes Hallenbad durch Aufbau eines flach geneigten Daches, 2011 Anschluss an ein Wärmenetz mit Teildeckung des thermischen Energiebedarfs über Blockheizkraft-Wärme, 2014 Sanierung der Hallenbadbeleuchtung und Umstellung auf LED-Leuchten sowie 2015 Instandsetzung der Fensterelemente in der Turnhalle.

Typische Baumängel

Die umfangreiche Sanierung wurde aufgrund des schlechten baulichen und energetischen Zustands von Sport- und Schwimmhalle erforderlich. Beide Gebäude zeigen für die 1970er-Jahre typische Baumängel. Durchgehende Betonstützen und Betonattikaflächen verursachen Wärmebrücken, die auch an den thermisch nicht entkoppelten Alu-Fenstern und Anschlüssen entstehen, das zweischalige Außenmauerwerk ist nicht gedämmt, Dach- und Fußbodenflächen zum Großteil ebenfalls nicht.

Anlagentechnik völlig überaltert

Auch die technische Gebäudeausrüstung ist mangelhaft. Die Anlagentechnik ist völlig überaltert. Lüftungsanlagen habe keine Filtertechnik und Wärmerückgewinnung, die Rohrsysteme ohne sind überdimensioniert oder nur mit geringer Wärmedämmung versehen, die Systeme werden per einfacher Handsteuerung reguliert, die Heizungspumpen sind ungeregelt und die Leuchtstofflampen mit konventionellen Vorschaltgeräten versehen.

Deshalb stehen im Zuge der jetzigen Sanierung umfassende energetische Maßnahmen an. Dazu gehören Fenstersanierung, Austausch des Flachdaches mit Installierung einer Fotovoltaikanlage, neue Brennwertkesselanlage in Ergänzung zur Fernwärmenutzung über das städtische Blockheizkraftwerk auf dem städtischen Freibadgelände, über das Schwimm- und Sporthalle beheizt werden, neue Heizungs- und Belüftungsanlagen. Außerdem sollen die Umkleiden instandgesetzt werden.

Heizlast

Nach der Sanierung der Gebäudehülle und der Technik wird die erforderliche Heizlast im Bereich von 150 Kilowatt plus 200 Kilowatt externer Wärmetauscher, also bei insgesamt 350 Kilowatt liegen. Derzeit beträgt die Heizlast etwa 500 Kilowatt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN