Großer Johannismarkt Malteser feiern Patronatstag in Haselünne mit zahlreichen Gästen

Von PM / Bianca Meyering


pm/bmg Haselünne. Am Johannistag, dem 24. Juni, fand in Haselünne das Patronatsfest zum 60-jährigen Bestehen des Diözesanverbandes Osnabrück der Malteser statt. 150 geladene Ehrengäste und Malteser feierten mit einem Festgottesdienst und einem Empfang, der am Nachmittag in ein buntes Bürgerfest überging.

Als Zelebrant für den Festgottesdienst konnte unter anderen Weihbischof Johannes Wübbe gewonnen werden. In seiner Predigt spann Wübbe den Bogen von den Gründungstagen des Ordens im 11. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Mit den Worten: „da sein, Not wenden und Menschen helfen“, charakterisierte Wübbe das Wirken des Ordens in der Welt - auch und gerade an unbequemen Orten. „Ich vergesse dich nicht“ lautet die Malteserlosung für das Jahr 2017, symbolisiert wird sie durch einen Knoten in einem dreckigen Taschentuch. „Das zeigt, die Malteser helfen auch dort, wo es nicht so schön ist und wo man sich als Helfer dreckig machen muss“, sagte der Weihbischof und verwies auf Papst Franziskus und dessen Aussage: „Ich habe lieber eine verbeulte und dreckige Kirche.“

Herausforderungen der Gegenwart

Vor welchen Herausforderungen das Engagement der Malteser in der Gegenwart steht, war Thema einer Diskussionsveranstaltung im Anschluss an den Gottesdienst. Unter Leitung des ehemaligen NDR-Reporters Ludger Abeln erörterten Bernd Busemann (Landtagsabgeordneter CDU), Diözesanleiterin Octavie van Lengerich, Diakon Harald Niermann, Michael Korden (Vorsitzender des Malteser Hilfsdienstes Papenburg.), Dennis Lindemann (stellvertretender Ortsbeauftragter Alfhausen) und Diözesanreferentin Stephanie Tewes-Ahrnsen, wie es gelingen könne, weiterhin Menschen für ein Ehrenamt bei den Maltesern zu gewinnen.

„Junge Alte„ mit Potential

Tewes-Ahrnsen sah Potenzial besonders bei den „jungen Alten.“ Körperlich noch fit, aber beruflich meist nicht mehr gebunden, sei diese Gruppe gerade für Unterstützungstätigkeiten wie Freizeitgestaltung oder Fahrdienst eine interessantes Ressource. Beispiele aus der Praxis zeigten, dass die Bereitschaft für ein derartig gelagertes Ehrenamt durchaus vorhanden sei. (Weiterlesen: Neue Führungskraft bei den Maltesern in Haselünne)

Werte vermitteln

Den Aspekt der Seelsorge griff Niermann auf: Sie sei weiterhin gefragt, etwa in Bereichen der Notfallvorsorge für Ehren- und Hauptamtliche in belastenden Situationen und als Grundhaltung für alle Helfer in pflegerischen und pflegenahen Tätigkeiten. „Diese Werte liegen den Maltesern im Blut, gleichsam in der DNA“, sagte Niermann. Van Lengerich ergänzte, die Malteser sähen den Bedürftigen seit der Kreuzritterzeit als „Herren Kranken“, dem in Würde zu begegnen sei. Es sei Ziel der Malteser, Werte wie Hilfsbereitschaft zu vermitteln und das soziale Miteinander zu stärken. „Dies wollen wir zukünftig auch verstärkt über die sozialen Medien vermitteln“, kündigte van Lengerich neue Strategien in der Öffentlichkeitsarbeit an.

Bunter Johannismarkt

Rund um das Haselünner Heimatmuseum entspann sich derweil ein mit zahlreichen Angeboten aufwartender Johannismarkt. Dort sorgten etwa die Klänge des Gitarrenduos Ramona Bücker und Tim Sandkämper für Unterhaltung. Eine besondere Aktion war die auf der Bühne aufgeführte Erste Hilfe Übung. Dafür wurden drei Kinder der Grundschule Lehrte professionell geschminkt und mit Wunden versehen. Mit Kunstblut und kosmetisch aufgetragenen Wundimitaten sahen die Kinder tatsächlich aus wie Unfallopfer, die dringend Erste Hilfe benötigten. Gekonnt und professionell wurden ihre Scheinwunden auf der Bühne von den Ersthelfern versorgt.