„Was ist denn fair?“ Frauen aller Konfessionen kommen in Haselünne zum Weltgebetstag zusammen

Zahlreiche Frauen kamen in Haselünne nach dem Gottesdienst in der evangelischen Kirche zusammen, um gemeinsam einen typischen philippinischen Imbiss zu probieren und gemeinsam zu singen. Foto: Martin ReinholzZahlreiche Frauen kamen in Haselünne nach dem Gottesdienst in der evangelischen Kirche zusammen, um gemeinsam einen typischen philippinischen Imbiss zu probieren und gemeinsam zu singen. Foto: Martin Reinholz

Haselünne. Um die Philippinen drehte sich der Weltgebetstag 2017, zu dem in Haselünne Frauen aller Konfessionen zusammengekommen sind.

Als Bewegung ist der Weltgebetstag bereits vor mehr als 100 Jahren in den USA und Kanada entstanden. Dort haben Frauen in der äußeren und der inneren Mission ökumenische Gebetstage veranstaltet.

In Deutschland beteiligten sich ab 1927 bereits methodistische Frauen an den Gottesdiensten zum Weltgebetstag. Das Jahr 1949 wurde dann zur eigentlichen Geburtsstunde der Bewegung in Deutschland. 2009 feierte die Weltgebetstagsbewegung in Deutschland ihr 60-jähriges Bestehen. Heute feiern Menschen in mehr als 100 Ländern weltweit immer am ersten Freitag im März den Weltgebetstag.

Der Gottesdienst wird jährlich von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen. Globale Gerechtigkeit stand im Zentrum des Weltgebetstages 2017 von Frauen der Philippinen .

Glaube und Spiritualität

Die Philippinen sind mit mehr als 7000 Inseln ein Land voller Schönheiten und Gegensätze in Südostasien: Auf der einen Seite tiefgrüne Urwälder, tropische Riffe und die berühmten Reisterrassen (mit Stützmauern terrassenartig befestigte Berghänge), auf der anderen Seite zerstörerische Naturgewalten wie Vulkane und Taifune.

Über 80 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch. Glaube und Spiritualität prägen die philippinische Kultur und finden sich in vielen Alltagssituationen.

In unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland und auch im Emsland organisierten und gestalteten Frauen in ökumenischen Gruppen den Weltgebetstag am vergangenen Freitag. Auch in Haselünne wurde, wie jedes Jahr, der Weltgebetstag von der katholischen Frauengemeinschaft (KFD) und dem evangelischen Frauenkreis vorbereitet und gestaltet.

Lebenssituation nähergebracht

Mit Liedern, Texten, Gebeten und Geschichten aus den Philippinen wurde den Gottesdienstbesuchern in der Haselünner St. Vincentius-Pfarrkirche die Lebenssituation der Philippinen nähergebracht. Mit Merlyn, Celia und Editha kamen während des Gottesdienstes drei fiktive Frauen zu Wort, deren Geschichten auf Fakten beruhten. Neben den erschwerten Lebensbedingungen wurde auch über die Folgen der unzähligen Naturkatastrophen berichtet.

Nach der Gottesdienstfeier hatten die Frauen vom Weltgebetstagsteam Haselünne zum Imbiss in den Kirchenraum der evangelischen Kirche eingeladen. Neben landestypischen Tee und Südfrüchten gab es eine vegetarische landesübliche Gemüsesuppe. Nach dem Imbiss blieben die Frauen noch zu Gesprächen und gemeinsamen Singen zusammen.


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