Chancen für Kinder verbessern Haselünne schließt den 16. Schulverbund im Emsland


Haselünne. Mit einem Festakt im Rathaus ist der Schulverbund Haselünne als 16. Schulverbund im Emsland offiziell gegründet worden. Nummer 17 soll in Kürze in Aschendorf folgen.

Den Kooperationsvertrag haben am Dienstag die Leiter der Paulusschule Haselünne, der Grundschule Flechum-Westerloh, der Grundschule Lehrte, der Grundschule Andrup-Lage, der Bödiker Oberschule, der Don-Bosco-Schule, der Förderschule Lernen und des Kreisgymnasiums St. Ursula Haselünne unterschrieben.

Kultur des Dialogs

In der Präambel des Schulverbundes heißt es: „Die Haselünner Schulen wollen sich gegenseitig unterstützen, vertrauensvoll zusammenarbeiten und gemeinsam arbeiten.“ Ziel sei eine Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit. Oberstes Prämisse sei dabei, „durch eine gemeinsame Unterrichts- und Qualitätsentwicklung die Chancen der Kinder zu optimieren“.

Die 16 Schulverbünde im Emsland sind nicht nur einzigartig in Niedersachsen, sondern zugleich auch das Aushängeschild und die Keimzellen der Bildungsregion Emsland, die seit zehn Jahren besteht, sagte deren Koordinator Günter Fiening. Als Fachbereichsleiter des Landkreises, ergänzte Frank Botterschulte: „Erklärtes Ziel der Bildungsregion ist es, eine zusammenhängende Bildungslandschaft vor Ort zu schaffen.“ Hierfür seien die Schulverbünde eine sehr gute Basis, der sich andere Bildungsträger wie Kindertagesstätten und Volkshochschulen anschließen sollen.

Dabei sei die Vernetzung wichtig. „Eine Bildungsregion denkt von der Krippe bis ins hohe Alter“, so Botterschulte. Er wünsche sich, dass der Schulverbund Haselünne „der Urquell einer Bildungslandschaft Haselünne“ werde.

Großartiges Ereignis

Auch Jutta Reinhardt, Dezernentin der Landesschulbehörde, forderte die Schulen auf, die „Durchlässigkeit zu fördern und auch fächerübergreifend zu kooperieren“. Sie bezeichnete die Vertragsunterzeichung als „großartiges Ereignis“. Zugleich sagte sie zu, die Arbeit auch mit zusätzlichen Ressourcen zu unterstützen.

Auch Bürgermeister Werner Schräer freute sich über den „historischen Moment“, den sich die Stadt seit vielen Jahren herbeigesehnt hat. Er versprach die volle Unterstützung der Stadt Haselünne. Zugleich ging Schräer auf die vom Land Niedersachsen beabsichtigte Schließung der Förderschule Lernen ein: „Wir sollten auch den Elternwillen respektieren und die Förderschule Lernen erhalten.“ Sie tue auch dem neuen Schulverbund gut.

Koordinator Fiening verband mit dem neuen Schulverbund den Wunsch, dass das alte Denken von Schulleitern, wie er es leider erst kürzlich noch in Ostfriesland erleben musste, ein Ende hat. Teamarbeit zum Wohle der Kinder sollte die oberste Maxime lauten und nicht mehr der alte Schulleiteransatz: „Ich muss mich mit meiner Schule möglichst stark von Nachbarschulen abgrenzen.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN