Versammlung in Lohe Haselünnes Bürgermeister steht Rede und Antwort

Von Helmut Diers

29 Bürger der Ortschaft Lohe informierten sich in der alten Schule über die politische Entwicklung in der Stadt Haselünne und speziell in ihrer Ortschaft. Foto: Diers29 Bürger der Ortschaft Lohe informierten sich in der alten Schule über die politische Entwicklung in der Stadt Haselünne und speziell in ihrer Ortschaft. Foto: Diers

Haselünne. In Lohes guter Stube, der alten Schule, hat in einer Einwohnerversammlung Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer 29 Bürgern Lohes Rede und Antwort gestanden.

Die Moderation der Einwohnerversammlung, an der auch die Ratsvertreter Klara Ewert, Arnold Schulte (beide CDU) und Hubert Kuhl (Einzelmitglied) teilnahmen, hatte Christoph Witschen. Schräer lobte die Ratsvertreter und die Ortsvorsteherin aus Lohe:„Die treten mir ganz schön auf die Füße, wenn sie was wollen.“

Stadtpolitik

Dann holte Schräer zu einem Streifzug durch die Stadtpolitik aus. Es sei Einiges in Bewegung, meinte er mit Blick auf die bauliche Umstrukturierung in der Innenstadt. Intensiv sei man mit der Flüchtlingsfrage beschäftigt.

Im Stadtkern gebe es, auch das berichtete der Bürgermeister, keinen einzigen Bauplatz mehr. In Lohe stagniere die Nachfrage nach Baugelände momentan. Schräer rief die Bürger auf, „wecken Sie Begeisterung für die Ortschaft, allein schaffen wir das nicht im Rat“.

„Wichtige Lebensader“

Zum Thema E 233 meinte der Bürgermeister: „Ich hoffe, dass in den nächsten Monaten der ein oder andere Planungsabschnitt auf Stadtgebiet an den Bund weitergeleitet werden kann. Die E 233 ist für Haselünne eine wichtige Lebensader“.

In Sachen Dorfentwicklung hoffte er, in den nächsten acht bis zehn Wochen über die Aufnahme Lohes Bescheid zu erhalten. Mit der Kita Lahre sei man in Lohe gut unterwegs, in der Paulusschule sei noch Platz genug.

Integration von Flüchtlingen

Auch die Integration der Flüchtlinge war Thema. „Das Aufeinanderzugehen sollte uns doch gelingen“, war Schräer optimistisch. Allerdings setze das auch bei den Flüchtlingen Integrationsbereitschaft voraus. Was da noch auf die Stadt zukomme, vermochte er nicht zu sagen, bat aber darum, jeden freien Wohnraum der Stadt zu melden. „Ich hoffe, dass unsere Flüchtlinge auch in Zukunft in klassischen Wohnräumen anstatt in großen Einrichtungen unterbringen können“. An Themen sprach er weiter den ländlichen Wegebau, den Breitbandausbau, die gemeinsamen Planungen der Stadt und des Landkreises zum Bau einer Freisportanlage für die Bödiker-Oberschule und des Kreisgymnasiums an, die Sanierung der Schwimm- und Turnhalle an der Hammer Straße mit einer Investitionssumme von 1,7 bis 1,9 Millionen Euro und die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr an.

Abriss der Stadthalle

Andiskutiert wurde auch der Abriss der Haselünner Stadthalle. Die Frage, wo dann die Großveranstaltungen stattfinden sollen, beantworte Schräer so: „Es gibt nur drei Veranstaltungen städtischer Seite, wofür man bis heute die Stadthalle benötige – Bürgerempfang, Nikolausfeier und Ausbildungsbörse. Das ist alles ohne Stadthalle auch machbar“. Das Geld, das eine Sanierung oder ein Neubau koste, könne man besser in Schulen und andere Infrastruktur stecken, das sei wichtiger.


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