Dritte Kraft eingestellt SKM baut Flüchtlingsarbeit im mittleren Emsland aus

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Ziedonis Stutins (rechts) ist neu im Team des SKM Emsland-Mitte für die Flüchtlingssozialarbeit, von links seine Kolleginnen Alicja Lewczuk und Nicole Jager. Foto: SKMZiedonis Stutins (rechts) ist neu im Team des SKM Emsland-Mitte für die Flüchtlingssozialarbeit, von links seine Kolleginnen Alicja Lewczuk und Nicole Jager. Foto: SKM

Haselünne. Mit den steigenden Flüchtlingszahlen in der Region steigt auch der Bedarf für eine fachliche Unterstützung der Flüchtlinge. Im mittleren Emsland ist hierfür vor allem der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) - Emsland Mitte - zuständig. Mit Unterstützung des Landes Niedersachsen und des Landkreises Emsland hat der Verein jetzt eine dritte Kraft für die Flüchtlingsarbeit eingestellt.

Ziedonis Stutins wird zukünftig das Team von Nicole Jager und Alicja Lewczuk ergänzen. Stutins wird vor allem in der Stadt Haselünne und der Samtgemeinde Herzlake tätig sein.

Flüchtlingssozialarbeit, Sprachförderung, Begleitung zu Behörden oder dem Arzt - in all diesen und weiteren Bereichen leistet der SKM seit vielen Jahren Unterstützung für Flüchtlinge und Migranten. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Unterstützung des Landes eine weitere Stelle in dem Bereich schaffen konnten“, sagt Günter Göken, 1. Vorsitzender des SKM.

Durch den Stellenzuwachs können jetzt flächendeckend in allen größeren Kommunen im mittleren Emsland Sprechstunden und Einzelfallhilfen angeboten werden.

Spendenbereitschaft hoch

Vieles sei nur dank der Spenden möglich, n den vergangenen Monaten sind viele Spenden bei dem Verein eingegangen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. „Wir möchten uns herzlichst bei unseren Spendern für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken“, sagt Göken. Durch die Spenden hätten vielfältige Angebote aufrechterhalten werden können. „Sie können dort helfen, wo Hilfe dringend benötigt wird“, freut sich der Vorsitzende.

Neben finanziellen Einzelfallhilfen und Förderung von lokalen Projekten werden die Mittel auch für die eingerichteten Stellen benötigt, die nicht vollständig durch den Staat refinanziert werden. „Für die Stellen müssen wir erhebliche Eigenmittel aufbringen, die wir dank der Spenden jetzt auch sicherstellen können“, so der Geschäftsführer des SKM, Arnold Esters.

Aufsuchende Sozialarbeit

Im engen Zusammenspiel mit den Kommunen wird die Beratung der Flüchtlinge in den jeweiligen Orten gewährleistet. Im Regelfall erhält der Verein die Kontaktdaten der Flüchtlinge, die dann sehr zeitnah von den Sozialarbeitern des Vereines aufgesucht werden. Je nach Struktur vor Ort, bindet der SKM frühzeitig ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiter in die Arbeit mit ein.

Die hohe Flüchtlingszahl lasse sich nicht alleine bewältigen. Gerade wenn es um die Alltagsprobleme der Flüchtlinge gehe, seien die Ehrenamtlichen zu einem wichtigen Ansprechpartner der Flüchtlinge geworden, so der SKM. Sie kümmern sich um die Schulanmeldung, begleiten die Flüchtlinge zum Arzt oder zu Behörden, unterstützen die Flüchtlinge beim Spracherwerb oder erklären den öffentlichen Nahverkehr. Vor Ort sind bereits viele ehrenamtliche Gruppen entstanden, die die Flüchtlinge in ihren Integrationsbemühungen stärken.

Koordinierungsstelle für Ehrenamtler geplant

Die Begleitung des Ehrenamtes hat im Verein einen besonderen Stellenwert. Mehr als 150 Ehrenamtliche sind bereits im Vereinsumfeld aktiv. Allein im Sprach- und Lernprojekt engagieren sich über 45 Personen. Die Lernhelfer sind an 19 Schulen im mittleren Emsland aktiv und unterstützen über 80 Schüler beim Spracherwerb. Zusätzlich werden viele Ehrenamtliche als Flüchtlingsbegleiter eingesetzt. „Den Ehrenamtlichen gebührt ein besonderer Dank“, so Günter Göken, „ ohne die Ehrenamtlichen lässt sich die große Herausforderung nicht meistern. Weitere Helfer sind herzlich willkommen“.

Derzeit plant der Verein den Aufbau einer Koordinierungsstelle für das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe. Dadurch soll die Begleitung und Fortbildung der Ehrenamtlichen sichergestellt werden. Die Koordinierungsstelle soll die Tätigkeitsfelder in der Flüchtlingshilfe darstellen und Flüchtlinge und Ehrenamtliche zusammenbringen. Von der Koordinierungsstelle sollen nicht nur die Ehrenamtlichen profitieren, die sich über den SKM engagieren, sondern es ist eine Vernetzung mit den anderen Akteuren der Flüchtlingsarbeit geplant.


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