Landtagspräsident ist Korn-Botschafter Korn-Königin aus Haselünne besucht Landtag

Landtagspräsident Bernd Busemann ist jetzt Korn-Botschafter der Ur-Haselünner Korn-Academie. Die Ernennungsurkunde wurde ihm am Rande der Plenarsitzung in Hannover von der deutschen Kornkönigin Johanna I. überreicht. Foto: LandtagLandtagspräsident Bernd Busemann ist jetzt Korn-Botschafter der Ur-Haselünner Korn-Academie. Die Ernennungsurkunde wurde ihm am Rande der Plenarsitzung in Hannover von der deutschen Kornkönigin Johanna I. überreicht. Foto: Landtag

Haselünne. Johanna Lübbers, als Johanna I. erste Korn-Königin Deutschlands, hat auf Einladung des Landtagspräsidenten Bernd Busemann eine Plenar-Sitzung in Hannover besucht. Busemann wurde dabei durch Johanna I. zum „Korn-Botschafter“ der Ur-Haselünner Korn-Academie ernannt.

Die Beglaubigungs-Urkunde trägt die Unterschriften von Johanna I., dem Bürgermeister der Korn- und Hansestadt Haselünne, Werner Schräer, und Josef Rosche, dem Inhaber der Edelkorn-Brennerei in Haselünne. Anlass und weiteres Ziel der Ernennung ist Busemanns Bestreben, durch „eingetragene geografische Angaben“ die jahrhundertealte Tradition des Kornbrennens aufrecht zu erhalten.

All das hat einen ernsten Hintergrund, wie es in einer Pressemitteilung heißt: „Obwohl die Bundesregierung dem ,Haselünner Korn‘ und ,Emsländer Kornbrand‘ schon 2008 einen Status als ,geschützte geografischen Angabe‘ einräumte, bezweifelt nun die EU-Kommission die historische Bedeutung und die Unterscheidbarkeit verschiedener Körner, ja sogar für Korn aus Deutschland insgesamt.“

EU-Ansprüche

Dies kann die Korn-Königin aus dem Emsland – ebenso wie die Bundesregierung - nicht nachvollziehen. Beide wollen gegenhalten. Die Unterschiede seien nicht nur zu schmecken, sondern bei Rosche in Haselünne seit Jahrzehnten für jedermann in Augenschein zu nehmende Praxis: Der Anbau des Weizens, die Maischung und Destillation sowie die Abfüllung erfolgen in Haselünne. Damit erfüllten „Haselünner“ und „Emsländer Korn“ die höchsten Ansprüche der EU, vergleichbar mit Cognac und Champagner in Frankreich, wo ebenfalls die drei Hauptarbeitsgänge in der genannten Region stattfinden.

Seit 1989 hat „Korn“ für Deutschland – ebenso wie „Ouzo“ für Griechenland und „Grappa“ für Italien – den Schutzstatus einer „Herkunftsangabe“. Der neue Korn-Botschafter Busemann betonte: Kein Grieche, kein Italiener und kein Franzose würde die Streichung seiner vielfältigen „eingetragenen geografischen Angaben“ für Wein, Bier, Obst, Käse oder Fleischerzeugnisse akzeptieren. Das Agrarland Niedersachsen freue sich, wenn immer mehr Nahrungs- und Genussmittel aus dem Gebiet zwischen Ems und Elbe mit dem blau-gelben EU-Siegel für gesicherte Herkunft ausgezeichnet werden könnten.


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