Wohn- und Geschäftshaus Berentzen-Abriss in Haselünne für Anfang 2016 geplant


Haselünne. Der Stadtumbau Haselünne nimmt konkrete Formen an. Auf dem Areal der alten Berentzen-Produktion in Haselünne wird im Bereich des alten Wasserturms ein großes Wohn-und Geschäftshaus mit großem Innenbereich zum Verweilen entstehen. Gesamtinvestition: annähernd fünf Millionen Euro. Bauherr ist die Projektgesellschaft Am Wasserturm (AWT).

Wie berichtet hat die Stadt Haselünne die nicht mehr genutzte Teilfläche der Berentzen-Aktiengesellschaft zwischen Ritterstraße und Markt erworben. Konkret sieht der Bebauungsplan ein Wohn- und Geschäftsgebäude in dreigeschossiger Bauweise vor. Die Geschäftseinheit im etwa 886 Quadratmeter großen Erdgeschoss ist, wie AWT-Mitgeschäftsführer Andreas Kruse im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte, bereits voll vermietet. Im ersten der drei Geschosse stehen noch (Büro)Räume zur Verfügung. In dem Neubaukomplex entstehen in drei Geschossen 19 Wohneinheiten in einer Größe von 68 bis 125 Quadratmeter. Errichtet wird der Gebäudetrakt im Industriestil. In das Ensemble integriert wird ein turmähnlicher Teil.

Planerische Voraussetzung

Der Rat Haselünne hat mit der Satzung des Bebauungsplans „Zwischen Markt und Ritterstraße“ eine wichtige planerische Voraussetzung für den großflächigen Stadtumbau geschaffen ( wir berichteten ). Der Plan war, um die innerstädtische Entwicklung auf dem ehemaligen Berentzen-Gelände zu ermöglichen, im beschleunigten Verfahren gefasst worden.

Die AWT geht davon aus, dass der Abriss der alten Berentzen-Produktionsstätte Anfang 2016 erfolgt und der Neubau im Frühjahr 2016 beginnt. Er wird der übrigen und für Haselünne typischen Bebauung angepasst: dunkler Klinker, Sandsteinelemente und Bänderung. „Wir nehmen das Farbspiel der Umgebung wie etwa beim Hansehaus auf“, so Kruse.

Neubau passt sich in das Stadtbild ein

Damit entspricht der Bauherr den Vorstellungen der Stadt Haselünne. „Der Neubau passt sich so harmonisch in das Stadtbild ein“, freut sich Bürgermeister Werner Schräer nicht nur darüber, sondern auch über die Schaffung zentrumsnaher 30 Parkplätze. Besonders froh ist er, dass der derzeitige Innenhof des etwa 3900 Quadratmeter großen Areals erhalten wird. Die Stadt wird dessen Gestaltung übernehmen. Ihr Ziel: Hier einen Bereich zu schaffen, der zum Verweilen einlädt, aber auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Als Hingucker ist eine Art Wasserspiel geplant. „Wasser hat für Haselünne eine zentrale Bedeutung. Das wollen wir damit aufgreifen“, so Schräer. Der Verwaltungschef ist überzeugt davon, einen Bereich zwischen Markt und Ritterstraße zu schaffen, der dazu einlädt, in das neue Stadtquartier hinein zu gehen.“ Er ist zuversichtlich, durch den Stadtumbau den nördlichen Innenstadtbereich Haselünnes mit der großflächig geplanten Sanierung „zukunftsfähig zu machen“.

Wasserturm bleibt erhalten

Erhalten bleibt der alte Wasserturm der ehemaligen Berentzen-Produktionstätte als Wahrzeichen des Areals. Die Stadt will ihn sanieren. Angedacht ist, ihn von innen für Besuchergruppen begehbar zu machen. Außerdem will sie unter Einbindung von Städtebaufördergeldern des Landes vom Markt zur Ritterstraße und zum Berentzen-Hof eine öffentliche Anbindung schaffen.


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