Positive Botschafter für die Jagd 50 Jahre Jagdhornbläsergruppe Haselünne

Von Martin Reinholz

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Haselünne. Als „positive Botschafter für die Jagd“ bezeichnete der Vizepräsident der Landesjägerschaft, Josef Schröer, die die Jagdhornbläser im Rahmen der Jubiläumsfeier der Jagdhornbläsergruppe Haselünne zum 50-jährigen Bestehen im Heimathaus Haselünne. Mehrere Gastredner unterstrichen die Bedeutung der Bläsergruppe für Brauchtum und Tradition.

Einen Hörgenuss boten die über 100 Jagdhornbläser unter der Leitung vom Bläserobmann der Jägerschaft Meppen, Heinz Albers, als sie zu Beginn gemeinsam ihre Jagdhörner zu den beiden Liedstücken „Sammeln der Bläser“ und „Begrüßung“ ansetzten.

Heinz Leigers erster musikalischer Leiter

Der Vorsitzende der Jagdhornbläsergruppe Haselünne, Otto Schniers, gab den Gästen einen Überblick über die Historie des Jagdhornblasens in der Hasestadt. Der damalige Hegeringsleiter in der Ortschaft Dörgen, Bernhard Niemann gründete zusammen mit Heinz und Walter Schmidt aus Dörgen, Hermann Wilken aus Huden, Hubert Cordes aus Schleper sowie Paul Brümmer und Bernd Wahmes aus Lahre die Jagdhornbläsergruppe Dörgen. Als erster musikalischer Leiter konnte Heinz Leigers gewonnen werden. Ender der 1960er Jahre übernahm Dieter Hanfeld aus Haselünne die Leitung der Gruppe. Mit ihm kamen die ersten Musiker mit Pless- und Parforcehörnern aus Haselünne zu der Gruppe. Fortan trug sie den Namen Jagdhornbläsergruppe Haselünne-Dörgen, berichtete Schniers.

Aus Anlass der 700Jahr-Feier der Stadt Haselünne wurden zu Beginn der 1970er Jahre erste Uniformen für die Jagdhornbläser angeschafft, die seitdem den Namen Jagdhornbläsergruppe Haselünne trägt.

Dank für Engagement

Als musikalische Leiter fungierten von 1975 bis zu Beginn der 1990er Jahre Karl Schumann, seit den 1990er Jahren bis zum März 2009 Alois Schneider und seit März 2009 Rolf Augustin.

Der heutigen Bläsergruppe gehören 25 Musiker an. Besonders dankte Schniers dem musikalischen Leiter der Gruppe, Rolf Augustin, für sein Engagement.

Für ihre langjährige Treue und Verbundenheit wurden Simone Jansing und Lucas Hermann für fünf Jahre Mitgliedschaft, Dietrich Martens und Franz Strehlow für zehn Jahre Mitgliedschaft sowie Heinz und Walter Schmidt für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Lukas Augustin erhielt einen Pokal für die erfolgreiche Teilnahme am Vergleichsschießen der Jagdhornbläser.

„Stets einen reinen Klang“ wünschte Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer den Mitgliedern der Bläsergruppe. „Ohne Motoren bei kleinen Anfängen kann nichts Großes entstehen“, betonte er.

Jagdsignale

Auf die Bedeutung der Jagdsignale als Kommunikationsmittel bei den Jagden in früherer Zeit ging der Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Josef Schröer, ein. Noch heute stelle das Erkennen von Jagdsignalen einen Bestandteil der Jägerprüfung dar. Ohne dieses Wissen sei die Erlangung des Jagdscheines nicht möglich, erklärte Schröer. Heute sei das Jagdhorn aber nicht nur „Signalgeber bei der Jagd“, sondern auch ein Musikinstrument. Die Jagdbläser seien „positive Botschafter der Jagd“, unterstrich der Vizepräsident.

Zur Jagd gehört Naturschutz

Respekt für die Aufrechterhaltung einer Tradition über 50 Jahre zollte der Vorsitzende der Jägerschaft Meppen; Hubert Brandewiede, den Haselünner Jagdhornbläsern. „Wir Jäger sind stolz auf Euch“, erklärte er.

„Jagd ist gelebter Naturschutz“, unterstrich Marc-Andre Burgdorf, Dezernent beim Landkreis Emsland. Zur Jagd gehöre aber neben dem Naturschutz auch das Brauchtum.

Neben den Jagdhornbläsern aus Haselünne, zeigten auch die eingeladenen Bläsergruppen aus Meppen, Berßen und Herzlake ihr musikalisches Können.


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