Fachfirma beseitigt Schädling Eichenprozessionsspinner befällt Eichen bei Haselünne

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Haselünne. Der warme Sommer hat nicht nur Sonnenseiten. In der Natur vermehren sich aufgrund der Wärme Schädlinge. Zu ihnen gehört der Eichenprozessionsspinner. Im Haselünner Ortsteil Lehrte wurde er an mehreren Straßen begleitenden Eichen entdeckt.

  • Wer mit dem Eichenprozessionsspinner in Berührung kommt, kann gesundheitliche Schäden erleiden. Der Kontakt kann
  • Augen
  • Atemwege
  • und Lungen beeinträchtigen.

Der schädlichen Schmetterlingsart auf die Schliche kam ein Anlieger. Er geriet mit den sogenannten Brennhaaren einiger Exemplare in Kontakt und meldete den Befall der Stadt Haselünne.

Bei dem Eichenprozessionsspinner handelt es sich um eine Raupe, die sich nur auf Eichen niederlässt und dort Gespinstnester baut.Die Haare und Hautpartikel der Raupe lösen auf der Haut heftige Reaktionen aus und können auch die Augen, Atemwege sowie Lungen beeinträchtigen. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich von Süden her zunehmend in nördliche Richtung aus.

Die Haselünner Stadtverwaltung beauftragte nach Bekanntwerden des Eichenbefalls umgehend eine Spezialfirma, die Nester der Raupe abzusaugen. Das geschah unter Einsatz von Schutzkleidung und unter Atemschutz. Insgesamt wurden im Bereich Lehrter Feld zwölf Gespinstnester abgesaugt und entsorgt.

Raupen nicht berühren

Da nicht auszuschließen ist, dass weitere Bäume im Stadtgebiet vom Eichenprozessionsspinner befallen sind, warnt die Stadtverwaltung davor, die Raupen oder die Nester zu berühren. „Bei Kontakt mit den Brennhaaren der Insekten sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden“, rät Bauamtsleiter Martin Pohlmann.

Schädling tritt im Emsland verstärkt auf

Der Eichenprozessionsspinner treibt nicht nur bei Haselünne sein Unwesen. Der Landkreis Emsland hat – wie im Vorjahr – ein verstärktes Auftreten des Schädlings in der Region festgestellt. Betroffen sind Straßen, öffentliche Parkplätze und Einrichtungen sowie Privatgrundstücke. Bei geringem Befall wird dieser zunächst überwacht. Vom Landkreis aufgestellte Warnschilder weisen an den entsprechenden Stellen auf die Gefahren hin. Derart markierte Wege und Plätze sollten nach Möglichkeit gemieden werden.

Schädlinge auf Bäumen, die sich auf Privatgrundstücken befinden, müssen vom jeweiligen Eigentümer bekämpft werden.


Der Eichenprozessionsspinner ist nicht nur ein Forstschädling, sondern stellt auch eine gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung dar.

Die feinen Brennhaare der Raupe des Eichenprozessionsspinners enthalten ein Gift, das beim Menschen zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen kann. Neben Hautirritationen (starker Juckreiz, Pusteln) können Atembeschwerden und Augenreizungen die Folge eines Kontakts mit den Brennhaaren sein. Die Beschwerden werden in der Regel mit jedem weiteren Kontakt verstärkt.

Um die vom Eichenprozessionsspinner ausgehenden Gefahren einzudämmen und eine weitere Verbreitung zu erschweren, sind in Niedersachsen die betroffenen Landkreise aktiv und ergreifen Vorsichtsmaßnahmen wie Beschilderung bzw. Sperrung befallener Areale sowie Bekämpfungsmaßnahmen (Absaugen oder chemische Behandlung der Nester). cw

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