Fertigstellung im September Bau der DRK-Rettungswache in Haselünne geht voran

Von Helmut Diers


Haselünne. Noch haben Handwerker das Sagen an der Hammer Straße, Ecke Piusweg, zwischen dem St.-Vinzenz-Hospital und der neuen Fachklinik Hase-Ems. Noch sind es einige Wochen bis zur offiziellen Einweihung der neuen Haselünner Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Oktober.

Die Fertigstellung der vom DRK-Kreisverband Emsland in Auftrag gegebenen Wache ist laut DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Thomas Hövelmann für Mitte September geplant. „Beim Bauen kann man allerdings viele graue Haare kriegen. Wenn ein Handwerker nicht mitspielt, dann verschiebt sich der Bauzeitenplan“, weiß Hövelmann und fügt schmunzelnd hinzu: „Das Schöne ist, es wird fertig“. Noch sei man seit dem ersten Spatenstich am 26. Mai voll im Zeitplan.

1979 wurde die DRK-Rettungswache Haselünne komplett rund um die Uhr mit einem Rettungsteam besetzt. Der neue Standort Hammer Straße 25 ist der vierte in all den Jahren in einem Umkreis von rund 100 Metern.

Verbesserung

„Wir freuen uns aufs neue Gebäude“, sagt der Haselünner Dienststellenleiter Franz Waller, der den Umzug in die neuen Räume kaum abwarten kann. „Wir verbessern uns gegenüber den heutigen Räumlichkeiten, da demnächst die Fahrzeuggaragen bei einer Alarmierung direkt aus der Wache zu erreichen sind und nicht mehr wie heute noch hinter den vom St.-Vinzenz-Hospital zur Verfügung gestellten Räume liegen.“

Waller wie auch Christof Witschen, Rettungsdienstleiter des DRK-Kreisverbands, loben in diesem Zusammenhang die jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem Hospital. „Das ist nicht überall so gut.“

Garagen werden versetzt

Der Neubau bietet den insgesamt zwölf Mitarbeitern der Rettungswache einen großen Aufenthaltsraum mit Küchenzeile, Sanitär- und Umkleideräume sowohl für Männer als auch für Frauen, zwei Ruheräume und einen Arbeitsraum zur Desinfektion des in Haselünne stationierten Rettungstransportwagens (RTW) und des Krankentransportwagens (KTW). Die Baugewerke sind überwiegend an Handwerker und Unternehmen aus der Region vergeben.

Weiterlesen: Hier geht es zum Bericht über den ersten Spatenstich

Die im vergangenen Jahr neu hinter der jetzigen Wache in Holzständerbauweise mit Trapezblechverkleidung neu erstellten Fahrzeuggaragen werden noch in dieser Woche fachgerecht zerlegt und anschließend direkt an der neuen Wache wieder aufgebaut. „Sie werden dann von außen mit Klinkermauerwerk der neuen Wache angepasst“, so Witschen. Die Garagen habe man damals bauen müssen, da man neben dem RTW auch einen KTW in Haselünne stationierte. Die gesamte Baumaßnahme kostet den DRK-Kreisverband Emsland rund 400000 Euro inklusive Einrichtung.

Die DRK-Rettungswache ist pro Schicht Tag und Nacht mit vier Rettungskräften besetzt. Zur Besatzung des RTW gehören bei Einsätzen ein Rettungsassistent und ein Rettungssanitäter. Hinzu kommt auch ein Notarzt, den das St.-Vinzenz-Hospital stellt. Die Besatzung des KTW bilden ein Rettungssanitäter und ein Rettungshelfer.

Engpässe überbrücken

Das Team der DRK-Rettungswache Haselünne wird bei Bedarf durch entsprechend ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiter verstärkt. „Im Landkreis Emsland können wir zurzeit je nach Bedarf auf bis zu 40 Ehrenamtler zugreifen, um punktuell personelle Engpässe überbrücken zu können“, so Hövelmann, der froh ist, diese Möglichkeit zu haben.