Jugendförderprojekt Fußballspaß mit Ex-Profis in Haselünne

Von Heiner Harnack

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Haselünne. Durch vermehrte Freizeitangebote und geburtenschwache Jahrgänge hat auch das Land des amtierenden Weltmeisters damit zu kämpfen, dass Jungen und Mädchen sich entscheiden, gegen das runde Leder zu treten. Mit dem Jugendförderprojekt Fußball Haselünne (JFH) versuchen sieben Vereine in der Hasestadt, eine erfolgreiche Jugendarbeit fortzuführen. Jetzt fand ein Abschlusstraining bei Concordia Schleper statt.

Bereits im Frühjahr des Jahres 2012 trafen sich die Abordnungen der sieben Haselünner Sportvereine – SV Flechum, SpVgg Hülsen-Westerloh, Concordia Schleper, Haselünner Sportverein, SV Eltern, SV Lehrte und SV Polle – mit Bürgermeister Werner Schräer und Projektinitiator Winfried Budde im Rathaus, um die Situation des Jugendfußballs kritisch zu hinterfragen. Um auch in Zukunft erfolgreich Fußball spielen zu können, waren sich alle Teilnehmer sehr schnell einig, dass die Vereine wesentlich enger und intensiver zusammenarbeiten müssten. Die Jugendlichen sollten vor Ort die Möglichkeit erhalten, ihrem Talent entsprechend zu trainieren und zu spielen. Inzwischen kann das Haselünner Projekt mit stolzen Zahlen aufwarten, wie Winfried Budde erklärte. Als Höhepunkte bezeichnete er das Kurstraining mit Betreuern des VfL Osnabrück, Freundschaftsspiele gegen die Lila-Weißen, die Trainingseinheiten der E-Jugendlichen mit den Exprofis des SV Meppen und die Hallenturniere um den JFH-Cup.

Förderung von talentierten Fußballern

Budde stellte auch die vier Säulen des erfolgreichen Systems vor. So müsse es auch weiter eine Förderung von talentierten Fußballern durch zusätzliches Training, durch Spiele und die Veranstaltung von Turnieren unter der Leitung lizenzierter Trainer geben. Es müsse, so Budde, eine Förderung aller Fußballer eines Jahrgangs durch das Training vor Ort geben. „Wir müssen den Jugendfußball breiter aufstellen, damit dieser in Zukunft erfolgreich bleiben kann“, so Budde.

Dabei müssten die Mannschaften in ihrem Verein von den Projekttrainern betreut werden. Sehr wichtig seien auch Schulungen und Fortbildungen durch den Kreisfußballverband und durch das Juniorenleistungszentrum des VfL Osnabrück . Natürlich wolle man auch in Zukunft eng mit dem VfL zusammenarbeiten, dabei aber nicht die Aktionen mit den Exprofis des Nachbarn SV Meppen missen.

Hier fielen natürlich immer wieder die Namen von Josef Menke, Eckhard Vorholt und Robert Thoben, der an diesem Abend das Abschlusstraining mit seinem Osnabrücker Ex-Gegenspieler Joe Enochs leitete. Bürgermeister Werner Schräer dankte vor allen Dingen Winfried Budde für seine Arbeit, die dieser mit sehr viel Herzblut versehen habe. „Dadurch wurde das Fundament für qualitativ hohe Fußballarbeit in Haselünne gelegt“, fuhr Schräer fort.

Sportliche Rivalität

Natürlich sei es am Anfang nicht leicht gewesen, dass Vereine, die früher eine gesunde sportliche Rivalität an den Tag gelegt hätten, dann ihre Jugendlichen zusammen spielen lassen sollten, sagte der Rathauschef weiter. Schräer zitierte den anwesenden KFV-Chef Hubert Börger: „Kinder, die in unseren Fußballvereinen unterwegs sind, sind dort hervorragend aufgehoben und liefern den Unterbau für die Spiele, die an den Wochenenden in den höheren Klassen stattfinden.“

Der erste Vorsitzende des JFH , Hubert Litzen, sagte, dass man erfolgreiche Zusammenarbeit nur bewerkstelligen könne, wenn alle weiterhin zusammenarbeiteten. Litzen weiter: „Sonst laufen uns die Talente weg, weil genug Vereine in den angrenzenden Regionen nur auf sie warten.“ Werner Schräer und Winfried Budde, der seinen großen Dank an die vielen Mitstreiter zollte, wurden von Hubert Litzen für ihr Engagement um den Haselünner Fußball mit Ehrenurkunden und einem hochprozentigen Brennereiprodukt aus der Hasestadt ausgezeichnet.


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