Spaß mit Peter Wachter Haselünner Kino wird zum Maulwurfshügel

Von Corinna Maatje

Mit viel Mimik, Witz und Charme überzeugte Schauspieler Peter Wachter das Publikum. Foto: Corinna MaatjeMit viel Mimik, Witz und Charme überzeugte Schauspieler Peter Wachter das Publikum. Foto: Corinna Maatje

Haselünne. „Was ist das denn?“, fragt sich der kleine Maulwurf Grabowski, als eine große Messstange in seine Schlafhöhle ragt. Seine geliebte Wiese wird für die Erbauung eines Hochhauses dem Erdboden gleichgemacht. Was soll er jetzt bloß tun? Davon erzählte Peter Wachter vom Theater Mär aus Hamburg, nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Luis Murschetz, vergangenen Sonntag im Hasetor Kino in Haselünne.

Grab, grab, grab, wühl, buddel so erweitert der Maulwurf Grabowski täglich seine Gänge in seinem Zuhause, immer auf der Suche nach Futter. Besonders Regenwürmer hat der kleine Wühler gern. Und natürlich entsteht auch so mancher Hügel an der Oberfläche, bei der Suche nach seiner Leibspeise. Sehr zum Ärger des Bauern, dem eigentlichen Besitzer der schönen großen Wiese, auf der Grabowski lebt. Besonders abends fühlt sich das nachtaktive Tier wohl in seiner Umgebung und singt: „Wie behaglich, wie geruhsam ist die Wiese.“

Doch eines Tages schleicht ein fieser Bauunternehmer über die Wiese des Buddlers und misst dieses für ein Hochhaus aus, das auf Grabowskis Zuhause entstehen soll. Wobei der Bauunternehmer auch noch eine Messstange in die Schlafhöhle des schwarzen Pelztieres stößt. Zudem machen Bagger, Rüddler und andere Baugeräusche das Leben auf der Wiese nicht mehr angenehm. Als Grabowski dann auch noch von einem großen Bagger aus seinem Zuhause gerissen wird und seine schöne Wiese nur noch eine Baustelle ist, macht sich der kleine Maulwurf auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Auf dem Weg muss er so mancher Gefahr trotzen, wackelige Gullydeckel, Straßen voller Autos und spitzer Stacheldraht muss Grabowski überwinden, bis er endlich mit einer großen schönen Wiese ein neues Zuhause gefunden hat.

Schauspieler Peter Wachter mimt in dem Erfolgsstück des Hamburger Theaters nicht nur den Erzähler, sondern übernimmt auch die Rolle des Maulwurfs, des Bauern, des Bauunternehmers sowie die der Bauarbeiter. Besonders mit seiner ausgeprägten Mimik zog Wachter die kleinen Besucher in seinen Bann. Auch die rhythmischen und sich wiederholenden Lieder konnten vom Publikum schnell mitgesungen werden. So bezog Wachter das junge Publikum im Haselünner Kulturkino mit ins Geschehen ein. Trampelnde Füße und lautes Brummen der jungen Besucher imitierten die lauten Geräusche von der Baustelle, vor der Maulwurf Grabowski flüchtet.


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