„Uns ist ein Kind gegeben“ Bödiker Oberschule Haselünne zeigt Adventsspiel

Von Helmut Diers

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Die Gitarren-AG und eine Spielgruppe der Bödiker Oberschule sorgten mit Weihnachtsliedern und eine „Ratssitzung“ der Engel für ein Innehalten der Marktbesucher. Foto: DiersDie Gitarren-AG und eine Spielgruppe der Bödiker Oberschule sorgten mit Weihnachtsliedern und eine „Ratssitzung“ der Engel für ein Innehalten der Marktbesucher. Foto: Diers

Haselünne. Das Schauspiel zum Advent „Uns ist ein Kind gegeben“ der Bödiker Oberschüler auf der Bühne des Haselünner Weihnachtsmarktes brachte viele Menschen trotz Beschallung von allen Seiten dennoch zum Stehenbleiben und Innehalten.

Das Szenenspiel hatten Konrektor Thorsten Giertz und Dagmar Schlüwe mit Theresa Moss, Jördis Lager, Tamara Albers, Jaqueline Beer, Rieke Boerrigter und Carina Placke im Rahmen von Projekttagen geschrieben und einstudiert. „Wichtig war mir, dass die Schüler wissen, wovon sie reden“, lobte Giertz die Spielfreude der Schüler. „So kann nur spielen, wer sich mit einem Text identifiziert“.

Eine Ratssitzung von Engeln in Haselünne hat es wohl noch nicht gegeben. „Der Himmel ist ratlos. Die Menschen sind für die Geheimnisse des Himmels taub und blind geworden. Selbst ihre Träume sind erloschen“ hieß es in der Einleitung zur himmlischen Sitzung. Die Diskussionsbeiträge der Engel, die vom Erzengel Gabriel moderiert wurden, hätten lebensnäher nicht sein können. Selbst Naturkatastrophen könnten die Menschen nur kurzfristig, aber eben nicht nachhaltig auf den Pfad der Werteorientierung zurückbringen. Man habe wochenlang sich selbst und den irdischen Markt evaluiert.

„Man muss wissen, was die Menschen denken, was sie erwarten und welche Bedürfnisse sie haben. Danach müssen wir unsere Absichten richten, sonst bleibt unser himmlisches Angebot ohne irdische Nachfrage“, warnte ein Engel bei der Ratssitzung vor himmlischen Hochmut, um gleich auch eine Lösung des Problems vorzuschlagen. „Wir müssen den Menschen ein Fest bereiten und so auf Jahre hinaus eine Erinnerung der Freude und der Liebe Gottes schenken“. Die eigentliche Lösung hat Gabriel zur Hand. „Gott gibt ihnen ein Kind. Das ist seine Antwort auf die Entfremdung der Menschen“. Alle Gegenargumente prallen ab. Mit dem Weihnachtsfest gebe Gott ein Kind, dass nicht die Unarten der Menschen in sich trage. „Das Kind ist ein Angebot an die Menschen. Es ist ein Geschenk, kein Zwang. Es ist ein Angebot an alle“, weiß der Engel Gabriel. Der schickt gleich drei Engelgruppen zur Erde, die das Fest in die Herzen der Menschen tragen. „Ihr werdet in jener Nacht die himmlischen Heerscharen vertreten. Doch ihr sollt mit leeren Händen vor den Menschen erscheinen, damit sie erkennen, dass der Himmel keine anderen Waffen hat als die Liebe Gottes“, gibt Gabriel den himmlischen Botschaftern mit auf den Weg.

Die Besucher haben die Botschaft verstanden. Der Beifall machte es deutlich. Beifall erntete auch die erste drei Monate alte Gitarren-AG der Bödiker Oberschule unter der Leitung von Reinhild Wilmes, die das Szenenspiel musikalisch begleitete.


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