Einstimmig für Erweiterung Neue Krippengruppe für St. Ursula in Haselünne

Von Georg Hiemann

Die Kita St. Ursula erhält im kommenden Jahr eine neue Krippengruppe. Hier beim 40-jährigen Jubiläum, dass in diesem Jahr mit vielen Aktionen gefeiert wurde. Foto: Georg HiemannDie Kita St. Ursula erhält im kommenden Jahr eine neue Krippengruppe. Hier beim 40-jährigen Jubiläum, dass in diesem Jahr mit vielen Aktionen gefeiert wurde. Foto: Georg Hiemann

Haselünne. Je nach Wetterlage soll mit den Baumaßnahmen zur Erweiterung der Kindertagesstätte St. Ursula um eine weitere Krippengruppe mit Nebenräumen im Frühjahr 2015 begonnen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 290000 Euro. Einstimmig befürwortete der Ausschuss für Schulen und Kultur eine anteilige Zuwendung der Stadt Haselünne in Höhe von 80000 Euro.

Die Erweiterung ist vor allem aufgrund der Nachfrage nach weiteren Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren notwendig. Diese soll zentral in St. Ursula eingerichtet werden. Vom Land wird ein Zuschuss in Höhe von 115000 Euro erwartet, vom Bistum 45000 Euro, vom Landkreis 50100 Euro.

Bernhard Megger betonte, „wir haben alle bei der Besichtigung gesehen, wie eng es dort ist“. Daher stimme die CDU-Fraktion zu. Martin Traband schloss sich für die SPD an. Für Christina Heckmann ist vor allem wichtig, „dass ein gutes Ergebnis für die Kinder erreicht wird“.

Traditionsgemäß wird vor Jahresende in diesem Ausschuss immer die Schülerstatistik 2014/2015 vorgelegt. Nach den Ausführungen von Bürgermeister Werner Schräer sieht die Situation für die Grundschulen Lehrte und Flechum relativ konstant aus. Hier werden sich die Schülerzahlen auch weiterhin im Bereich von 30 bis 45 Schüler bewegen. Problematischer wird die Lage schon für die Grundschule Andrup-Lage , denn hier sinken die Schülerzahlen stark, im kommenden Jahr vielleicht sogar unter neun Einschulungen. „Diese Schule müssen wir vor allem in den nächsten drei Jahren genau betrachten“, so Bürgermeister Schräer und hofft, dass wieder vermehrt junge Familien mit Kindern nach Andrup ziehen werden.

Aber noch könnten sich die endgültigen Zahlen positiv verändern. „Ich hoffe, wir bleiben in Andrup-Lage noch im zweistelligen Bereich“. Auch Franz-Josef Berg meinte, „die CDU-Fraktion hofft, diese Schule erhalten zu können“. Martin Traband (SPD), „angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir alle Grundschulen im Auge behalten“. Die Paulusschule wird wie bisher mal dreizügig, mal vierzügig geführt werden können.

Die Don-Bosco-Schule verzeichnet stark rückläufige Schülerzahlen, da immer mehr Schüler, die sonst diese Schule besucht haben, in den Grundschulen vor Ort eingeschult werden. Geht es nach dem Willen der Landesregierung, soll diese Schule bis 2019 auslaufen. „Wir werden alles tun, um bei der Landesregierung noch ein Umdenken zu erreichen“, betonte Schräer, „denn der freie Elternwille sollte erhalten bleiben“. Während der Einwohnerfragestunde appellierte eine Lehrerin der Don-Bosco-Schule an die Ausschussmitglieder, sich intensiv für den Erhalt einzusetzen. „Es ist ein Unding, dass die Kinder an Grundschulen unterrichtet werden und hierfür zum Beispiel in Klasse eins nur zwei Förderstunden zur Verfügung stehen“.

Die Bödikerschule bewegt sich auf die Dreizügigkeit zu. Wird in dieser Form auch künftig Bestand haben. „Das Kreisgymnasium hat eine gesicherte Dreizügigkeit, aber ab dem kommenden Jahr ist es wichtig, viele Schüler aus dem Herzlaker Raum zu gewinnen“, führte Schräer aus. Schräer erinnerte auch daran, dass der Landkreis in das Kreisgymnasium erheblich investiert, um es noch attraktiver zu machen. Ausschussvorsitzender Jürgen Thom unterstrich, auch die Stadt Haselünne werde alles tun, um den Standort des Gymnasiums zu sichern. „Insgesamt hoffe ich auf 100 Geburten pro Schuljahr, dann haben alle Schulen eine Zukunft“, so Schräer.