Wirtschaftsgespräch mit 120 Gästen Haselünne erlebt einen Bauboom

Bürgermeister Werner Schräer; Norbert Verst, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Emsland sowie Wilhelm Koormann (von links) mit dem Deutschen Tourismuspreis. Foto: Daniel LöskerBürgermeister Werner Schräer; Norbert Verst, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Emsland sowie Wilhelm Koormann (von links) mit dem Deutschen Tourismuspreis. Foto: Daniel Lösker

Haselünne. „So viele waren es noch nie“, staunte Werner Schräer, Bürgermeister der Stadt Haselünne, über die große Beteiligung am neunten Haselünner Wirtschaftsgespräch. Etwa 120 Vertreter der Wirtschaft waren gekommen, um über das 2014 Geleistete zu reden und einen Ausblick auf das kommende Jahr zu erhalten.

Und Schräer hatte einiges vorzuweisen. „Mit dem Bau des Edeka-Markts bekommen die Bürger endlich den vielfach gewünschten Vollsortimenter“, so der Bürgermeister. Auch der Neubau des Aldi-Markts öffnet noch im Dezember.

Die medizinische Versorgung in der ältesten Stadt des Emslands hat mit dem neuen Ärztehaus „Hasemed“ den ohnehin schon guten Standard erhöht. Aber auch hier steht die Uhr nicht still. Eine gerontopsychiatrische Tagesklinik kommt dazu, ebenso die Fachklinik „Hase-Ems“, die im Frühjahr 2015 öffnet.

Viel Geld ist in die Hand genommen worden, das nach Worten von Schräer gut investiert ist. Große Projekte sollen das Bild der Stadt nachhaltig verändern und verbessern. Stolz berichtete Schräer, dass die über 3,2 Millionen teure Erweiterung der Kläranlage vollständig refinanziert sei und damit den Steuerzahler nichts koste. Das sicherlich größte, vom Bund finanzierte, Bauprojekt wird in den nächsten Jahren der Neubau der Hasebrücke werden. Baubeginn soll 2016 sein und schon ein Jahr später werde der Verkehr flüssiger als je zuvor in Richtung Lingen beziehungsweise Cloppenburg rollen, versprach Schräer.

Josef Rosche, Geschäftsführer der gleichnamigen Edelkorn-Brennerei, trat dafür ein, dass das Eingangstor zur Stadt, das sogenannte Hasetor, durch die veränderte Verkehrsführung nicht an Bedeutung verliert. Dem konnte Schräer nur zustimmen und versprach, für Möglichkeiten der positiven Stadtbilddarstellung in diesem Bereich offen zu sein.

Als Gastredner hatte man Norbert Verst eingeladen. Der Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands Emsland betonte die einzigartigen Möglichkeiten in einem großen Verbund von Wirtschaftsbetrieben jeglicher Art und Größe. Die Unternehmerstammtische legte er allen besonders ans Herz: „Nur wer sich kennt, kann gemeinsam etwas bewegen.“

Der Geschäftsführer der Hasetal Touristik, Wilhelm Koormann, reckte stolz die Trophäe des Deutschen Tourismuspreises in die Höhe. Mit der Kampagne „Mundraub im Hasetal“ konnten die Verantwortlichen die Jury des deutschen Tourismusverbandes überzeugen. „Das ist für die gesamte Region Emsland, Cloppenburg und Osnabrück eine fantastische Sache“, freute sich Koormann unter großem Beifall.