Stegemeyer legt Ämter nieder Stadtmarketing Haselünne stellt sich neu auf

Von Helmut Diers

Mit Präsenten verabschiedeten (v.l.) die stellvertretenden Vorsitzenden Philipp Lüske, Christian Voss und Elisabeth Vocke Hermann Stegemeyer aus dem Vorstand. Foto: DiersMit Präsenten verabschiedeten (v.l.) die stellvertretenden Vorsitzenden Philipp Lüske, Christian Voss und Elisabeth Vocke Hermann Stegemeyer aus dem Vorstand. Foto: Diers

Haselünne. Hermann Stegemeyer, in Personalunion Vorsitzender und Kassierer des Stadtmarketings Haselünne e.V., hat mit sofortiger Wirkung das Amt des Vorsitzenden niedergelegt. Zum 31. Dezember wird er auch als Kassierer den Vorstand nach elfjähriger Zugehörigkeit verlassen.

Für den Vorstand kam der Rücktritt des Vorsitzenden nicht überraschend. Mit ihm sei der Abschied abgestimmt worden, sagte Stegemeyer. Den hatte das langjährige Vorstandsmitglied bereits vor zwei Jahren bei der Neuwahl angedeutet. „Die Geschäfte werden vom übrigen Vorstand bis zur Neuwahl 2015 weitergeführt“, betonte Stegemeyer und dass „er einen finanziellen gesunden Verein“ verlassen.

Eine Neuwahl sei schon im ersten Quartal 2015 möglich. 2013 habe der Verein ein Plus von 4849,16 Euro erwirtschaftet. Der Kassenbestand betrage 7185 Euro. Nach Prüfung der Konten sprach sich die gut besuchte Mitgliederversammlung einstimmig für eine Entlastung des Kassierers und Vorstandes aus. Den Zeitpunkt des Ausstiegs sah Stegemeyer als günstig an, zumal der 2003 gegründete Stadtmarketingverein sich neu ausrichten wolle.

Dazu hatte im Vorfeld Elisabeth Vocke, Geschäftsführerin des Vereins, Stellung bezogen. „Stadtmarketing darf nicht langweilig und abgenutzt wirken“, sagte sie. „Neue Instrumente und Ausrichtungen sind notwendig, um ein wettbewerbsfähiges Stadtmarketing voranzutreiben“. Homeshopping, demografischer Wandel und „Trittbrettfahrertum“ verlangten nach neuen Aktivitäten.

„Konzepte zur Entwicklung der Kaufkraftbindung sind ein wichtiges zukunftsorientiertes Instrument“, erläuterte die hauptamtliche Geschäftsführerin und nannte ganz besonders die Zugnummern „Stadtgutscheine“ und „Weihnachtstombola“. Auf die bisherigen Leuchtturmprojekte wie „Kunstvolles Haselünne“ (Projekt „ Seh-Rohre “), „Picknick am See“, „Stadtgespräch“, „Lünnis“, „Sattelhauben“ oder „Western-Weekend“ ging Vocke nur kurz ein, um dann das neue Frühjahrsmarktkonzept vorzustellen.

„Attraktive Kleinstadt“

„Daran hat der Vorstand in den letzten Monaten sehr intensiv gearbeitet“. Haselünne sei eine „sehr attraktive Kleinstadt“ mit einem landschaftlich schönen Umfeld. Sie rief die Versammlung auf, konstruktiv an der Weiterentwicklung des Stadtmarketings, das viel Unterstützung durch die Stadtverwaltung erfahre, mitzuarbeiten.

„Wir müssen die Synergieeffekte nutzen“, s agte Vocke und stellte fest, dass auch Privatpersonen sich nahhaltig in die Arbeit des Vereins einbringen könnten. „Haselünne hat was, Haselünne ist was, Haselünne bietet was – und dies gilt es zu vermarkten“.

Und da komme das neue Konzept zum Frühjahrsmarkt am 21. und 22. März gerade richtig. Da das bis 2013 genutzte Gelände nicht mehr zur Verfügung steht, wird die sechste Auflage des Marktes „Haselünne blüht auf“ sich auf der Bahnhofstraße, auf dem Großen Hagen, in der ehemaligen Fahrzeughalle der Berentzen Gruppe AG, auf dem Westerholt`schem Burgmannshof, auf der Ritterstraße und in den repräsentativen Räumen des Berentzen-Hof breit machen.

Die Themen werden sein: „Mach Rast in Haselünne – Tourismus in und um Haselünne“, „Gesundheit und Fitness“, „Energie-Gebäudetechnik-Raumgestaltung“, „Motorgeräte und Heimwerkertechnik“ sowie „Garten, Freizeitgestaltung und Hobby“ und „Ausbildungsangebote“. „Der neue Standort kommt allen zu Gute, wenn ich allein an die 700 Quadratmeter große Halle denke. Wir sind wetterunabhängiger und zudem kommt uns die Sicherheit des Geländes entgegen“.

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