Sprachferien statt Urlaub Lerncamp am Kreisgymnasium St. Ursula Haselünne

Freuen sich über das Lerncamp, v.l.: Norbert Schlee-Schüler, Tamara Binnenbrinkmann, Ylenia Lang, Meike Fegter, Leonie Brümmer und Maja Urbaniak.Freuen sich über das Lerncamp, v.l.: Norbert Schlee-Schüler, Tamara Binnenbrinkmann, Ylenia Lang, Meike Fegter, Leonie Brümmer und Maja Urbaniak.

Haselünne. Das Kreisgymnasium St. Ursula Haselünne hat in den Herbstferien wieder ein Lerncamp für Schüler eingerichtet. Sprachferien statt Urlaub standen auf dem Programm.

„Plötzlich in einer Art Lehrerrolle zu stecken und zu merken, dass es gelingt, anderen Schülern etwas beizubringen und dabei eine wirklich gute Lernatmosphäre zu schaffen, ist schon ein tolles Gefühl“, resümiert einer Mitteilung des Gymnasiums zufolge Ylenia, Schülerin des Jahrgangs 12. Sie hatte als Coach am Lerncamp mitgewirkt, das nach den Osterferien in diesem Jahr zum zweiten Mal stattgefunden hat.

Weil Schüler und Lehrer häufig feststellten, dass trotz intensiver Arbeit und umfangreicher Übung im Unterricht die Stofffülle derart groß ist, dass immer wieder Lernlücken klafften, entstand gemeinsam die Idee, am Kreisgymnasium in den Ferien freiwillige Lerncamps unter Federführung von Schülern anzubieten. So sollten die Kinder im geschützten Raum und bei eigenem Tempo erfolgreich lernen.

Die begleitende Lehrerin, Maja Urbaniak, betont dabei den für dieses Konzept wichtigen Einsatz von Oberstufenschülerinnen und -schülern, die auf diesem Weg einerseits ihren Mitschülern helfen, andererseits aber auch im eigenen Auftreten als Dozierende eine Stärkung erfahren.

„Ruhiges Lernen“

Die kleinen Lerngruppen von drei bis zehn Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 8 bis 10 fanden mit den Oberstufenschülerinnen Femke-Sophie, Tamara, Ylenia, Meike und Leonie der Mitteilung zufolge geduldige Begleiter. Sie wiederholten mit ihnen in den Fächern Mathe, Französisch, Englisch, Latein und Chemie vergangene Themen, verteilten Übungen und werteten Lösungswege und Ergebnisse gemeinsam aus.

„Im Rahmen ihrer Vorbereitungen und im Vorfeld konnten sie sich dabei natürlich auf ihre eigenen Fachlehrer verlassen, die mit ihnen bei Bedarf die Themen besprachen und Materialien zur Verfügung stellten“, sagte Urbaniak. Dass 13-jährige Schüler natürlich in einer Gruppe auch gerne sehr lebendig sind und manchmal für Unruhe sorgen, sei nicht verwunderlich. „Viele der Teilnehmer kennen wir aber auch privat. Das hat uns sehr geholfen schnell für Ruhe und eine vertraute Atmosphäre gesorgt“, erklärt Femke. „Gerade die unsicheren Schüler haben sich sehr dankbar gezeigt, weil sie gemerkt haben, dass sie das ruhigere Arbeiten weiter gebracht hat“, ergänzt Tamara.

In den nächsten Osterferien, da waren sich alle Beteiligten im Auswertungsgespräch mit ihrem Schulleiter Norbert Schlee-Schüler einig, soll es eine weitere Auflage dieses Lerncamps geben. Im Anmeldesystem sind demnach noch einige Verbesserungen zu beachten. Die grundsätzliche Idee aber, im Rahmen dieses Lernarrangements Schüler in der Rolle als Unterrichtende wie als Lernende in ganz eigener Weise zu stärken, überzeugt alle.

Weitere Nachrichten aus Haselünne finden Sie unter www.noz.de/haseluenne