Historische Wandkalender Reise in die Vergangenheit Haselünnes und Meppens

Von Carola Alge


Haselünne. „So schön, schön war die Zeit“ – Freunden des älteren deutschen Schlagers dürften diese Zeilen aus einem Lied von Freddy Quinn in guter Erinnerung sein. An die schöne alte Zeit erinnert auch der neue historische Wandkalender von Meppen und Haselünne.

Ob es in Meppen die Bahnhofstraße mit dem Gebäude des Geschäftes Jäcklein und des Stadtcafés aus den 1960er-Jahren, das Bleichen der Wäsche am Fuße der Emsbrücke vor 100 Jahren oder der Marktplatz in den 1930er-Jahren ist – der Betrachter wird mitgenommen auf eine Zeitreise in die jüngere Vergangenheit.

Bus durch die Geschichte

Ganz vorne in diesem Bus durch die Geschichte der beiden Städte sitzt, wer sich die Kalenderblätter von Haselünne anschaut: Der Gasthof Vahle, das Hotel Hanfeld, die Geschäfte Rüschen und Baumann am Markt existieren heute nicht mehr, dürften aber vielen Alt-Haselünnern sicherlich noch gut in Erinnerung sein. Vielen dürfte auch noch der Klostergarten des Ursulinenklosters oder der Fußweg entlang der Hase in Höhe des Krankenhauses und der Kirche vor Augen sein, auf dem manches Pärchen schlenderte.

Zusammengestellt hat diese beiden im Format DIN A3 erschienenen Wandkalender der gebürtig aus Haselünne kommende Wahl-Meppener Ansgar Deters. Bereits seit vielen Jahren sammelte er über hundert Jahre alte Ansichtskarten aus seiner Heimat, bevor ihm die Idee kam, diese Schätze mittels eines Wandkalenders einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen. „Ein Kalender ist wie eine Fotoausstellung– nur in den eigenen vier Wänden.“ Der Vorteil jedoch sei, „dass man sich beim Betrachten der Bilder alle Zeit der Welt lassen kann, ohne an Öffnungszeiten gebunden zu sein.“

Die Resonanz auf Deters Kalender ist groß. Im vergangenen Jahr bekam er Anfragen aus vielen Teilen der Welt. So schmücken die letztjährigen Motive bereits Räume in London und in Cincinnati, am Gardasee und in Australien. „Man wundert sich immer wieder, wohin überall es Menschen mit emsländischen Wurzeln verschlägt“, freut sich der
50-Jährige, dass sich viele auch in der Ferne „offenbar immer noch gerne an ihre Heimat zurückerinnern.“