Figur bringt Geld für Malteser Erster Martinsmarkt in Haselünne-Lotten ein Erfolg

Von Helmut Diers


Haselünne. Volltreffer! Der erste Martinsmarkt rund um das malerische Rittergut Lotten im gleichnamigen Haselünner Ortsteil lockte zur Premiere an drei Tagen rund 3000 Besucher an. „Wir sind rundum zufrieden mit dem Zuspruch“, bilanzierte Alfred von Gescher, Stadtbeauftragter der Haselünner Malteser.

Die Höhe des Reinerlöses, den der Martinsmarkt erbracht hat, konnte die Familie von Gescher, Inhaber des Ritterguts, noch nicht nennen. „Das Geld werden wir einem sozialen Zweck im Stadtgebiet und dem Kauf von zwei Zelten für unsere Malteser-Jugend zur Verfügung stellen.“

Eines wusste von Gescher aber: „Die amerikanische Versteigerung einer hölzernen, zwei Meter großen Martinsfigur brachte 1360 Euro ein.“ Die Figur ersteigerte Sitta Freifrau von Eckardstein aus Lage (Lippe), Schwiegermutter Alfred von Geschers. Geschaffen hatte die Figur aus einem riesigen Baumklotz mit Kettensäge und sonstigem Gerät der Künstler Klaus Rohe aus Holte-Lastrup, der selbst noch bis eine Minute vor Versteigerungsbeginn an Ort und Stelle für den Feinschliff Hand anlegte.

Mit dem Martinsmarkt wurde das kulturelle Angebot Haselünnes um eine attraktive Veranstaltung für Jung und Alt bereichert. Die Mundpropaganda wird dafür sorgen, dass im nächsten Jahr noch mehr Besucher anreisen. Der Martinsmarkt grenze sich bewusst vom Weihnachtsmarkt in Haselünne ab, hieß es zur Eröffnung mit Bürgermeister Werner Schräer, Alfred und Maurica von Gescher, mit dem stellvertretenden Stadtbeauftragten Klaus Schewe und Malteser-Diözesanleiterin Octavie van Lengerich (Gersten). „Der Martinsmarkt ist ein neues Kind der Malteser in der Diözese Osnabrück. Mein Dank gilt allen guten Geistern, die hier gewerkelt haben“, so van Lengerich. Schräer wünschte allen Besuchern „viel Ruhe beim Besuch des Martinsmarkts“.

Über 30 Stände mit vielfältigen und interessanten Angeboten wie Mode, Holzkunst, Lederhandwerk, Schmuck, Malerei, Porzellan, Backwaren, Pralinen, Süßem, Hochprozentigem und Deko-Artikeln luden die Gäste zu einem ausgiebigen Bummel bei tollem Herbstwetter und anheimelnder Atmosphäre unter dem alten Baumbestand und in der Scheune des Ritterguts ein.

In der Scheune war dekorativ ein Café eingerichtet. Die „Haselünner Quetschkommoden-Späler“, frischer Kaffee- und Kuchenduft luden zum Verweilen und Rasten bei Kerzenschein ein. Ein buntes Rahmenprogramm mit Rettungswagen-Hüpfburg, Kinderschminken, Erste-Hilfe-Workshop und Malteser-Präsentationen rundete das Angebot des Martinsmarktes ab.

Ein Highlight war auch der Laternenumzug am Samstag, zu dem als Überraschungsgast St. Martin hoch zu Ross erschien. „Toll, was wir für herrliche Laternen gesehen haben“, war von Gescher noch am folgenden Tag angetan. Die Kindergärten der Stadt hatte man vorher zu einem Laternen-Bastelwettbewerb aufgefordert.

Großen Anteil an dem Erfolg des Martinsmarkts haben nach Worten des Stadtbeauftragten von Gescher auch der Werbekreis Haselünne , der die Holzbuden kostenlos zur Verfügung gestellt hat, sowie der städtische Bauhof , der tatkräftig Hilfestellung leistete. Und Peter Voss: Keinen Geringeren als den Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland hatten die Malteser für die Versteigerung der Martinsfigur als „Auktionator“ gewinnen können.