Zusammenstoß auf B401 Haselünner bei Unfall lebensgefährlich verletzt

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Lebensgefährliche Verletzungen trug ein Lkw-Fahrer aus Haselünne bei einem Unfall auf der Bundesstraße 401 davon. Symbolfoto: dpaLebensgefährliche Verletzungen trug ein Lkw-Fahrer aus Haselünne bei einem Unfall auf der Bundesstraße 401 davon. Symbolfoto: dpa

Haselünne. Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 401 in Höhe Friesoythe ist am Montag ein 48-jähriger Lastwagenfahrer aus Haselünne lebensgefährlich verletzt worden. Schwerste Verletzungen trug auch ein 25-jähriger Lkw-Fahrer aus dem ostfriesischen Rhauderfehn davon. Die beiden Männer waren mit ihren Fahrzeugen frontal zusammengestoßen.

Nach Feststellungen der Polizei war der Fahrer aus Rhauderfehn gegen 11.30 Uhr mit seinem Sattelzug in Richtung Papenburg unterwegs. In Höhe der Ortschaft Schwaneburger Moor geriet er aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr, wo er frontal mit dem Sattelzug eines 48-Jährigen aus Haselünne kollidierte.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Zugmaschinen so stark deformiert, dass beide Männer in ihren Führerhäusern eingeklemmt wurden und mit schwerem Gerät von der Feuerwehr befreit werden mussten. Der Fahrer aus Haselünne zog sich bei dem Unfall lebensgefährliche Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Westerstede gebracht. Der 25-Jährige aus Rhauderfehn konnte erst zwei Stunden nach dem Unfall aus seinem Führerhaus befreit werden und kam mit schwersten Verletzungen in das Krankenhaus Sanderbusch. Auch hier wurde ein Rettungshubschrauber für den Transport eingesetzt. Die Bundesstraße 401 musste wegen der Bergungsarbeiten für mehrere Stunden gesperrt werden.

Die genaue Unfallursache ist laut Polizei noch nicht geklärt, jedoch hatte ein vor dem Haselünner fahrender Pkw-Fahrer einen lauten Knall gehört, als ihm der Sattelzug des Fahrers aus Rhauderfehn entgegen kam. Im Rückspiegel konnte er dann erkennen, wie der Sattelzug des 25-Jährigen nach dem Knall in den Gegenverkehr geriet. Die Polizei schließt daher einen technischen Defekt als Unfallursache nicht aus. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 200.000 Euro.

Bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten waren insgesamt rund 60 Feuerwehrleute aus Friesoythe, Altenoythe, Husbäke und Edewecht eingesetzt. Zudem waren zwei Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie die Polizei mit insgesamt sechs Einsatzfahrzeugen am Unfallort. Auch ein Seelsorger aus Edewecht war als Ansprechpartner vor Ort, um Einsatzkräfte und die am Unfall beteiligten Personen zu unterstützen.

Nach Polizeiangaben wurde die Anfahrt eines Rettungswagens aus dem Ammerland durch einen rücksichtlosen Lkw-Fahrer aus dem Kreis Steinfurt erschwert. Dieser machte den Einsatzkräften keinen Platz, obwohl diese Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet hatten, sondern überholte die Fahrzeuge, die bereits rechts an den Fahrbahnrand heran gefahren waren, um Platz für den Rettungswagen zu machen. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen diesen Lkw-Fahrer aufgenommen.


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