„Sömmerwind“ im Kulturkino Ostfriesische Gruppe Laway gastierte in Haselünne

Mit ihrem Programm „Sömmerwind“ begeisterten (v. li.) Jörg Fröse, Jonas Rölleke, Tjado Ihmels, Petra Fuchs und Gerd Brandt das Publikum im Hasetor-Kino in Haselünne. Foto: Corinna MaatjeMit ihrem Programm „Sömmerwind“ begeisterten (v. li.) Jörg Fröse, Jonas Rölleke, Tjado Ihmels, Petra Fuchs und Gerd Brandt das Publikum im Hasetor-Kino in Haselünne. Foto: Corinna Maatje

Haselünne. Die Spielsaison im Hasetor-Kulturkino in Haselünne eröffnete in diesem Jahr die Friesenfolkgruppe Laway, die im Rahmen ihrer Tour das Programm zu „Sömmerwind“ präsentierte.

Gleich zu Beginn des Konzerts zog die Friesenfolk-Gruppe das Haselünner Publikum auf ihre Seite: Mit „Wat moi is’t weer bi jo“ gaben sie einen gelungenen und beklatschten Einstieg. Anstoß zum Nachdenken gab die Band mit Liedern über den Krieg. „Küss die Kinder für mich, Maria“ beschreibt die Briefe eines Soldaten an seine Frau. Mit „Dree Rosen“ besingen Laway die Ungewissheit einer Frau, deren Mann in den Krieg gezogen ist.

Durch die gute Mischung der Songs entfachen „Maijenhaav Mazurka“ und „Een för all un all för een“ wieder Lust und Fröhlichkeit. Dabei fand mit „Emden laat ik torügg“ altes Shanty-Liedgut ihren Platz in der Liederfolge.

Auch die Vorliebe der Gruppe zu irischen und schottischen Klängen war herauszuhören. Wobei die fünf Musiker Gerd Brandt, Petra Fuchs, Jörg Fröse, Tjado Ihmels und Jonas Rölleke für die Darbietung ihrer Melodien sich verschiedenster Instrumente bedienen. Die in vielen Songs dominante Violine, Gitarren, aber auch Flöte, Cister und Akkordeon sind fester Bestandteil des Konzerts.

Durch das vielfältige Programm führte Gerd Brandt, der auch unter dem Namen „Ballou“ bekannt ist und
40 Jahre Bühnenerfahrung hat. Viele Erlebnisse und Anekdoten hatte Brandt zu den Laway-Songs auf Lager, in denen politische und geschichtliche Ereignisse erzählt werden. Für die Haselünner moderierte der Sänger und Songschreiber der Band auf Hochdeutsch, da das Ostfriesenplatt sich von dem Emslandplatt unterscheidet. Wobei Hochdeutsch die erste Fremdsprache war, die er als kleines Kind lernte, witzelte Brandt.

Eine gelungene Kombination aus schnellen und bedächtigen Songs, zweisprachig auf Platt und Hochdeutsch gesungen, machten das Konzert von Laway zu einem tollen Start in die Spielsaison des Haselünner Kulturkinos.


0 Kommentare