Gelebte Inklusion 40 Jahre Kindergarten St. Ursula Haselünne

Von Georg Hiemann

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Haselünne. Der Kindergarten St. Ursula in Haselünne ist 40 Jahre alt. Mit einem Tag der offenen Tür und gemeinsam mit der Vitus-Kindertagesstätte feierten viele Kinder, Eltern, Verwandte und Freunde am Samstagnachmittag bei strahlendem Sommerwetter Geburtstag.

Eröffnet wurde der Tag mit einem Wortgottesdienst, den Kaplan Detlef Perk hielt und den die Kinder mit ihren Erzieherinnen selbst gestalteten. Und passend zum Erntedankfest brachten die Kinder verschiedene Feldfrüchte mit, die sie auf dem kleinen Altar ablegten. Dazu führten sie die passende Geschichte von „Frederick“ der kleinen Feldmaus auf und ernteten hierfür viel Beifall. Weitere kleine Aufführungen folgten und fanden begeisterte Zuschauer.

Nach der Begrüßung der vielen Gäste durch Anja Mimjähner, Leiterin der Kiga St. Ursula, und durch Jutta Bielke, Leiterin der Vitus-Kindertagesstätte, wünschte im Namen des Kita-Ausschusses des Kirchenvorstands Hubert Fangmann allen schöne Stunden und Spiele. Er wies auf die hohen Anforderungen hin, die heute an Erzieherinnen gestellt werden. „Kinder werden nicht nur betreut, sondern es wird pädagogisch mit ihnen gearbeitet.“ Fangmann betonte die gute Zusammenarbeit mit den Schulen.

Auf den gemeinsamen Weg von St. Ursula Kindergarten und St. Vitus Kindertagesstätte wies Heinz Prins, Vorsitzender der Vitus-Gesellschafterversammlung, hin. „Seit 2011 geht St. Ursula gemeinsam mit uns den Weg der Inklusion.“ Zwar seien in der Pastor-Franz-Bauer-Straße zwei Einrichtungen, aber „sie bilden ab 2011 eine Einheit. Hier ist gelebte Inklusion“, betonte Bürgermeister Werner Schräer und gratulierte der Kiga St. Ursula im Namen von Rat und Verwaltung zum 40. Geburtstag. Die Kiga sei in den vergangenen Jahren schon räumlich gewachsen, für 2015 stellte er weitere Maßnahmen in Aussicht, ohne schon Einzelheiten zu nennen. Zurzeit besuchen ca. 120 Kinder die Kiga St. Ursula.

Auf dem städtischen Grundstück an der Pastor-Franz-Brauer-Straße ist 2011 gegenüber dem Kindergarten St. Ursula eine Tagesstätte für Kinder mit Förderbedarf errichtet worden. Träger ist das St.-Vitus-Werk Meppen. Auf einer Nutzfläche von gut 310 Quadratmetern sind zwei große Gruppenräume mit je einem Nebenraum, zwei Sprachtherapieräume und ein Waschraum sowie ein Behinderten-WC und ein Raum für die Mitarbeiter entstanden. Der „Matschraum“ beinhaltet ein „Wahrnehmungsangebot für die Sinne“. Den 50 Quadratmeter umfassenden Bewegungsraum werden – ebenso wie den Spielplatz der benachbarten Kita – alle Kinder gemeinsam nutzen. Unter dem Dach dieses Hauses sind der Heilpädagogische Kindergarten und der Sprachheilkindergarten mit je acht Plätzen. Leiterin ist Jutta Bielke.

Die Besucher nutzten den Tag der offenen Tür, um sich intensiv beide Einrichtungen anzuschauen. Natürlich sorgte ein buntes Spielprogramm für reichlich Bewegung. Dazu gehörten unter anderem in St. Ursula Dosenwerfen, Schubkarrenrennen, Bobby-Car-Rennen und ein Schminkstand. In St. Vitus gab es zum Beispiel Kasperletheater und eine Schatzsuche. Die Marienhausschule Meppen war mit ihrem Bau-Spielwagen zwischen beiden Einrichtungen präsent. Fußspuren in beide Richtungen führten die Besucher und unterstrichen die gelebte Inklusion.


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