Rundum-Erneuerung Sport- und Gemeinschaftshaus in Flechum saniert

Von Martin Reinholz

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Haselünne. Nach einjähriger Bauzeit ist das rundum erneuerte Sport- und Gemeinschaftshaus in Flechum seiner Bestimmung übergeben werden. Zahlreiche Ehrengäste hoben in einer Feierstunde besonders das große ehrenamtliche Engagement der gesamten Dorfbevölkerung bei diesem Projekt hervor. Haselünnes Kaplan Detlef Perk gab dem Gebäude den kirchlichen Segen.

Der Geschäftsführer des Sportvereins Flechum, Hubert Gerdes, gab einen Überblick über die getätigten Baumaßnahmen. Nachdem das vorhandene Gebäude aufgrund des Alters erhebliche Mängel aufwies, wurden bereits 2010 erste Planungen zu einer Renovierung aufgenommen, erklärte Gerdes. Schließlich wurde der Entschluss gefasst, neben einer grundlegenden Sanierung des neueren Gebäudeteils den alten Umkleidetrakt des Gebäudes abzureißen.

Neben einem neuen Umkleidetrakt mit fünf Kabinen und dazugehörigen Sanitäranlagen auf der östlichen Seite des Gebäudes wurde auf der westlichen Seite ein multifunktionaler Bewegungs- und Gemeinschaftsraum errichtet. Das gesamte, nun 50 Meter lange Gebäude wurde zudem neu überdacht. Ferner wurden bestehende Ver- und Entsorgungsanlagen angepasst und überholt.

Hubert Gerdes hob besonders die enormen Eigenleistungen der Flechumer Dorfgemeinschaft hervor. „In etwa 4000 Arbeitsstunden hat sich die gesamte Bevölkerung Flechums für diese Baumaßnahme eingebracht“, erklärte er. Gerdes dankte dem Amt für regionale Landesentwicklung, Geschäftsstelle Meppen, dem Landkreis Emsland, dem Kreissportbund Emsland und der Stadt Haselünne für die finanzielle Unterstützung beim insgesamt 395000 Euro teuren Bauvorhaben. In dieser Summe seien auch die Eigenleistungen enthalten.

Ein Dank galt auch der emsländischen Sparkassenstiftung für den Zuschuss zur Anschaffung des neuen Mobiliars und der Sportgeräte. Besonders hob der Geschäftsführer die finanzielle Unterstützung zahlreicher Unternehmer und Privatpersonen hervor. Gerdes erklärte abschließend, dass das Gebäude durch die Maßnahmen für die Zukunft bestens gerüstet sei. Gerade der neue multifunktionale Bewegungs- und Gemeinschaftsraum biete für zahlreiche Gruppen im Ort optimale Möglichkeiten und werde schon reichlich genutzt. „Gerne hat das Amt für regionale Landesentwicklung, Geschäftsstelle Meppen, das Bauvorhaben in Flechum unterstützt“, sagte Martina Cordes. Der Sportverein Flechum stelle mit dem neuen Gebäude „optimale Rahmenbedingungen für eine gedeihliche Dorfentwicklung“. Der Verein könne dadurch als Hilfesteller bei der Integration neuer Mitbürger dienen. Somit werden das dörfliche Leben und eine Stabilisierung der Lebensumstände auf dem Land unterstützt.

„Ein tolles, zeitgemäßes Gebäude“ nannte die Vizepräsidentin für Vereinsentwicklung im Präsidium des Kreissportbunds Emsland, Inga-Kristin Fatmann, das neue Sport- und Gemeinschaftshaus in Flechum. Sie dankte allen Ehrenamtlichen. Ohne Ehrenamt könne Sport nicht existieren.

Auf die hervorragende Infrastruktur im Bereich von Sportstätten im Emsland wies Frank Botterschulte hin. Der Vertreter des Landkreises Emsland aus dem Fachbereich Bildung lobte den „emsländischen Gemeinsinn“, der sich durch „Planen, Machen und Tun“ im Emsland auszeichne. Er dankte im Namen des Landkreises den Flechumern für ihre Einsatzbereitschaft zum Wohle des Sport und der Dorfgemeinschaft.

In die Zukunft tragen

Von „Räumlichkeiten, die Flechum in die Zukunft tragen“, sprach Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer. Er dankte neben den Helfern besonders den Mitgliedern des Bauausschusses für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Bauphase. Schräer erwähnte besonders die Ehefrauen der zahlreichen Helfer, die im Hintergrund für die Versorgung der Ehrenamtlichen tätig waren.

„Flechum ist einfach Spitze“, meinte Kaplan Detlef Perk. Er gab dem Gebäude im Rahmen einer kurzen Andacht den kirchlichen Segen. In den neuen Räumen sah Perk eine Chance für die erste Herrenmannschaft des Flechumer Sportvereins, die zurzeit sehr gut in der 1. Kreisklasse steht, an die Tür zur Bezirksklasse zu klopfen. Er selbst bot sich dem Verein als Torwart an, jedoch nur beim bevorstehenden Dorfpokalturnier.


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