Mittelalterliche Bauernschaft Haselünne probt für Korn- und Hansemarkt

Von Helmut Diers

Ihren Einsatz in der „Dorfgasse“ an der Klostermauer in Haselünne probten bereits Stefanie Haneklaus, Bernd Gösse und Lea Milena Haneklaus (von links). Foto: DiersIhren Einsatz in der „Dorfgasse“ an der Klostermauer in Haselünne probten bereits Stefanie Haneklaus, Bernd Gösse und Lea Milena Haneklaus (von links). Foto: Diers

Haselünne. Im Zweijahresrhythmus verwandelt sich der Stadtkern Haselünnes für drei Tage in einen historischen Korn- und Hansemarkt mit mittelalterlichen Handels- und Handwerksständen, Tavernen und Ständen mit Aktionen für Jung und Alt. So auch wieder am Wochenende vom 12. bis 14. September.

Ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm auf Bühnen und Markt mit Clownerie, Musik, Jonglage, Taschenspiel, Theater, Bauchtanz, Feuer- und Fakirzauber mit Spielleuten, Gauklern, Stelzenläufern und historisch gewandeten „Ackerbürgern“ und „Bauern“ sorgt für viel Kurzweil. Nicht nur Schausteller, Musiker und Handwerker bieten ein Spektakel für die ganze Familie. In der „mittelalterlichen Bauerschaft“ an, vor und hinter der alten Klostermauer erleben die Besucher, unter welchen Strapazen die Ackerbürger und Bauern der Hansestadt, aber auch Schmied, Zimmermann, Holzschnitzer, Hufschmied und Besenbinder ihr oft karges Leben fristen mussten.

„Das Leben in der mittelalterlichen Dorfgasse wird auch bestimmt werden durch lebendes Vieh wie Schweine, Gänse, Hühner, Pferde und Rinder“, sagt die Geschäftsführerin des Vereins „Historischer Korn- und Hansemarkt Haselünne“, Elisabeth Vocke. Selbst einen „Gänsehirt“ aus Holland wird es geben, der mit seinen Tieren im Wortsinne im Gänsemarsch das Marktgelände erkunden wird. Zur „Dorfgasse“ an der Klostermauer merkt Vocke an, dass von dort aus „Ackerbürger“ und „Bauern“ mit Handkarren und historischen Tragegerätschaften über den Markt wandern, sich bestaunen lassen und Waren feilbieten.

Seit Tagen proben einige Akteure schon in der „Dorfgasse“. So auch Stefanie und Lea Milena Haneklaus vor den kleinen Häusern an der Klostermauer, die mit spärlichem und altem Mobiliar ausgestattet werden. Hier wird Arbeit am Spinnrad und mit Bügeleisen, die mit glühender Kohle aufgeheizt werden, zu bewundern sein. „Es macht unheimlichen Spaß, hier mitzumachen“, sagen Mutter und Tochter bei einem Probesitzen und Stellproben in der Dorfgasse.

Spaß machen die Proben auch Bernd Gösse, der wie zwölf Akteure der Theater-AG des Kreisgymnasiums St. Ursula als „Ackerbürger“ und „Bauer“ auftreten wird. „Vier Stadtratsmitglieder werden ebenfalls als Bauern das mittelalterliche Dorf bevölkern“, ist Vocke froh, auf genügend Akteure für die Markttage am Samstag und Sonntag jeweils ab zehn Uhr zurückgreifen zu können.

Auch sechs Frauen aus dem Heimatverein Andrup werden dabei sein. „Sie werden einen Waschtag in früheren Jahren in der Dorfgasse zur Schau bieten“, freut sich Vocke.