Hansehaus eingeweiht Ein städtebauliches Schmankerl in Haselünne

Von Georg Hiemann


Haselünne. „Hier ist nicht einfach ein Haus gebaut worden, sondern hier wird Baukultur gepflegt, um die Identität unserer alten Hansestadt zu erhalten“, ist nicht nur Bürgermeister Werner Schräer voll des Lobes über das neue Haselünner Hansehaus.

In Anwesenheit zahlreicher Gäste wurde es durch Kaplan Detlef Perk und Pastor Detlef Stumpe eingesegnet. „Wir haben mit der offiziellen Einweihung und Einsegnung bis jetzt gewartet, weil das Sahnehäubchen noch fehlte“, begrüßte Jan Bernd Berentzen, Geschäftsführer der Berentzen Dienstleistungs- und Verwaltungsgesellschaft, die Gäste. Das Sahnehäubchen ist ein historischer Lastenaufzug am Giebel des Hauses, der die Blicke der Bürger und Touristen auf sich ziehen wird. „Wir waren erst am Donnerstagabend damit fertig und hatten für das Anbringen des Lastenaufzuges sogar noch einmal ein Baugerüst aufbauen müssen“, freute sich Berentzen, dass dieses „Sahnehäubchen“ noch rechtzeitig angebracht werden konnte.

Und genau diese Details meinte Bürgermeister Schräer, als er die Bürger aufforderte, sich einmal das neue Hansehaus von allen Seiten genauer anzusehen. „Sie sehen hier architektonische und handwerkliche Höchstleistungen, finden Verzierungen an vielen Stellen und eine Dachdeckerkunst, die nur noch selten zu finden ist.“

Schräer kündigte an, dass auch der geplante Umbau bzw. die Sanierung der Alten Post ein weiteres städtebauliches Highlight und die Attraktivität „unserer liebenswerten Hansestadt“ weiter steigern wird. Architekt Andreas Kruse dankte allen Beteiligten für die Umsetzung dieses Projektes und lobte besonders die Arbeit der beteiligten Handwerker sowie seines Bauleiters Arne Brinkmann. Er überreichte Berentzen den symbolischen Schlüssel für das Hansehaus.

Im Hansehaus stehen drei gewerbliche Mieteinheiten auf 520 Quadratmetern im Erdgeschoss zur Verfügung. Im Ober- und Dachgeschoss befinden sich auf 900 qm zwölf Wohnungen in der Größenordnung von 50 qm bis 125 qm, die über einen Fahrstuhl barrierefrei erreichbar sind. Zehn der zwölf Wohnungen sind mit einer Loggia ausgestattet, eine Wohnung ist behindertengerecht. „Es ist alles vermietet, wir haben nur noch ein Büro anzubieten“, ist Berentzen mit dem Erfolg mehr als zufrieden.

Und wie sagte Bürgermeister Schräer: „Wir hoffen in Haselünne, dass die Familie Berentzen noch weitere Projekte in dieser tollen historischen Form umsetzen wird.“ Mit den geplanten Umbauten und Sanierungen am Krummen Dreh, wo auch historische Elemente mit eingeplant werden, sowie der Postsanierung wird Haselünne den Charakter der alten Hansestadt weiter ausbauen und die Attraktivität für Bürger und Touristen erhöhen. „Wir haben eine liebenswerte Stadt, in der es sich hervorragend wohnen und leben lässt.“


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