Pastor Konjer berichtet Zum Jugendtag von Haselünne nach Russland

Von Constanze Lerch

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<em>Zusammen mit einer Gruppe junger Erwachsener </em>besuchte Pastor Christoph Konjer den russischen Jugendtag in Ozernoje.Das Foto zeigt sie in der Stadt Omsk.Zusammen mit einer Gruppe junger Erwachsener besuchte Pastor Christoph Konjer den russischen Jugendtag in Ozernoje.Das Foto zeigt sie in der Stadt Omsk.

Haselünne. Hunderte von russischen und kasachischen Jugendliche – und dazwischen zehn Deutsche: Zum diesjährigen russischen Jugendtag sind auch acht junge Erwachsene aus dem Bistum Osnabrück gereist. Die Fahrt wurde von der Caritas organisiert. Begleitet hat die Gruppe Pastor Christoph Konjer aus Haselünne, der auch beim letzten russischen Jugendtag im Jahr 2009 dabei war. Nun hat er seine aufregende Reise berichtet.

Nach einer turbulenten Anfahrt mit dem Flieger und einem kurzen Trip nach Moskau wurde die Gruppe in Omsk, mit rund einer Millionen Einwohnern die siebtgrößte Stadt Russlands, von Vertretern der Caritas abgeholt. „Im Caritaszentrum in Omsk wollten wir uns vor allen Dingen ein Bild von den Aktivitäten der Organisation machen“, erzählte Pastor Konjer.

Die Caritas Omsk existiert seit 1995 und entwickelte sich im Laufe der Zeit zum zweitgrößten Verband in Russland. Dort werden zum Beispiel Obdachlose und Arme mit Essen und Trinken versorgt. Darüber hinaus fährt ein Caritas Mobil jeden Tag in die Stadtgebiete, in denen bedürftige Menschen wohnen und bringt ihnen Essen, Medizin und Kleidung.

Eine besondere Institution der Caritas in Omsk sei aber auch das Kinderzentrum, betonte Pastor Konjer. „Dort können Kinder lernen, spielen aber auch über Probleme in ihrem Umfeld reden.“ Die jungen Erwachsenen aus Osnabrück, von denen einige schon als Freiwillige in Russland unterwegs waren, waren begeistert von der hohen Einsatzbereitschaft und dem Willen der Mitarbeiter der Caritas, unbedingt etwas in Omsk verändern zu wollen, erzählte der Pastor.

Einen Höhepunkt der Reise nach Osteuropa stellte demnach die Fahrt in ein deutsches Dorf rund 80 Kilometer entfernt von Omsk dar. Serebropolje ist Teil des Deutschen Nationalkreises Asowo. Dieser wurde 1992 geschaffen und vereinigte 29 Siedlungen, von denen 16 überwiegend von Russlanddeutschen bewohnt werden.

Trotz einiger Maßnahmen, die wirtschaftliche Lage dort zu verbessern, gebe es für die Menschen in Serebropolje aber kaum Zukunftsperspektiven, erklärte Konjer. Viele junge Leute wandern deshalb in die größeren Städte aus. Ein Ziel der Caritas Omsk sei es deshalb, die älteren Menschen im Dorf zu unterstützen. So wurde beispielsweise ein Altenheim gebaut. Das System Altenheim sei dort jedoch gar nicht bekannt, weil die Pflege der Älteren zuhause übernommen werde.

Nach dem Besuch des Dorfes ging es weiter zum eigentlichen Ziel der Reise, ins kasachische Ozernoje, wo der russische Jugendtag in diesem Jahr stattgefunden hat. Nach zwölf Stunden Busfahrt kam die Gruppe um Pastor Konjer schließlich dort an. Am russischen Jugendtag beteiligten sich rund 300 Kasachen, 100 Russen und die Gruppe aus Deutschland

. Während dieser Zeit fiel Pastor Christoph Konjer vor allem die Frömmigkeit der Jugendlichen und Geistlichen in Russland auf, die sich auch in der Gestaltung des Jugendtages widerspiegelte. „Das war eine sehr intensive Erfahrung, aber ich hätte mir noch mehr Zeit für den Austausch mit den jungen Erwachsenen gewünscht“, resümierte er. Der russische Jugendtag ähnelte daher mehr einer Wallfahrt. So wurde die gemeinsame Zeit vor allem zum Beten genutzt. Nichtsdestotrotz betonte Pastor Konjer die Einmaligkeit der Reise, während der er besonders in seiner Gruppe ein tolles Miteinander erlebt habe.


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