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33 Städte bereits zugesagt Organisation für Hansetage in Haselünne geht in heiße Phase

Von Carola Alge | 07.06.2018, 10:45 Uhr

Auf dem Tisch von Reiner Strotmann und Christin Gebken im Haselünner Rathaus stapeln sich Standpläne, Namenslisten, Unterkunftsverzeichnisse, Standbeschriftungen, Flyer. Beide stecken mitten in den Vorbereitungen für den Westfälischen Hansetag. Er findet am 8./9. September 2018 als „Veranstaltung in der Veranstaltung“ während des Korn- und Hansemarkts statt.

Vor zehn Jahren, beim 27. Hansetag in Fürstenau, bewarb sich Haselünne für die Ausrichtung der Westfälischen Hansetage.Bereits damals stand fest, dass man mit dem 19. Korn- und Hansemarkt eine hervorragende, ja einzigartige Kulisse habe, die Veranstaltung einzubinden. „Der Korn- und Hansemarkt ist für uns eine ganz wichtige Großveranstaltung, mit der sich beide Events in enger Abstimmung mit dem Korn- und Hansemarkt bestens verbinden lassen“, findet Bürgermeister Werner Schräer.

„Wir sind sehr stolz darauf“

Für den Westfälischen Hansetag werben die Haselünner bereits lange und voller Begeisterung. „Wir sind sehr stolz darauf, den 35. Westfälischen Hansetag ausrichten zu dürfen“, sagen der Verwaltungschef und sein Stellvertreter, Erster Stadtrat Reiner Strotmann. Eingebunden in den Korn- und Hansemarkt mit seinen mehr als 200 Ständen, hätten die westfälischen Hansstädte in Haselünne die Möglichkeit, ihre Tradition und Geschichte sowie ihre kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung in der Öffentlichkeit darzustellen.

33 Städte haben bereits zugesagt

33 Städte haben bereits zugesagt. Von Wesel bis Paderborn, von Wipperfürth bis Quakenbrück werden sie sich mit einem Stand oder einer Aktionsfläche präsentieren. Allein 130 Delegierte und Helfer der Hansestädte werden kommen, die in Haselünne auch ihre Delegiertenversammlung am 8. September abhalten.

Der Westfälische Hansetag bekommt in der Innenstadt im Rahmen des vom 7. bis 9. September stattfindenden Korn- und Hansemarkts ein eigenständiges Quartier mit entsprechendem Programm. Er wird am 8. September um 12 Uhr auf der Hansebühne in der Hasestraße eröffnet.

Mächtiger Handelsbund

Bei dem einmal jährlich stattfindenden Westfälischen Hansetag trifft sich regelmäßig die Hansewelt. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es einen Hansemarkt, bei dem sich die Städte mit Informationsständen präsentieren. Außerdem wird ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm auf den Bühnen und in den Straßen präsentiert. Im Westfälischen Hansebund sind größere Städte wie Münster und Osnabrück, aber auch kleinere Kommunen wie zum Beispiel Haselünne vertreten. Ursprünglich gegründet als Interessenvertretung der Kaufleute im Ausland und zum gegenseitigen Schutz, entwickelte sich die Hanse schnell zu einem mächtigen Handelsbund, der seinen Mitgliedern das privilegierte Erschließen neuer Märkte ermöglichte. Nach relativ kurzer Zeit hatten die Kaufleute der Hanse die Märkte West-, Nord- und Osteuropas durch ein gemeinsames Handelswerk verbunden.

300 Jahre später haben ehemalige Hansestädte aus Hessen, Niedersachsen und Westfalen den alten Bund neu aufleben lassen. 20 von ihnen unterzeichneten am 25. Juni 1983 in Herford die Gründungsurkunde des Westfälischen Hansebundes und bestimmten die alte Reichs- und Hansestadt Herford zu seinem Sitz. Zurzeit gehören dem Bund 48 Mitgliederstädte an.

Aufwendige Organisation

Der Hansetag bringt für die Haselünner eine Menge Arbeit mit sich. Das gerade mit Blick auf die Organisation. Vor allem gilt es, für Delegationen und Besucher Unterkünfte zu schaffen. Es muss ein Sicherheitskonzept vorliegen, das so bisher beim Korn- und Hansemarkt nicht notwendig war, ausreichend Parkflächen für Pkw und Busse müssen zur Verfügung stehen.

Ein wesentlicher Punkt ist das Management der Marktstände. Während einige Städte ihre eigenen mitbringen, müssen sie anderen zur Verfügung gestellt werden. Die von der Stadt Haselünne organisierten sind, so Christin Gebken, zwischen fünf und 15 Quadratmetern groß „und sehen einheitlich aus“.