Bauamtsleiter offen für Interessenten So geht es mit dem Leerstand in Haselünne weiter

Für die Gaststätte „Zur Ziegentränke“ in Haselünne plant Inhaber Christopher Jansen bereits seit 2019 eine Erweiterung mit dem "Ziegenstall".Für die Gaststätte „Zur Ziegentränke“ in Haselünne plant Inhaber Christopher Jansen bereits seit 2019 eine Erweiterung mit dem "Ziegenstall".
Ina Wemhöner

Haselünne . Leerstehende Geschäftsräume und Ladenlokale sind immer mal wieder in der Haselünner Innenstadt zu entdecken. Für einige gibt es bereits konkrete Pläne, für andere ist die Nutzung weiter unklar.

Viele Kommunen haben mit Leerständen zum einen und Wohnungsmangel zum anderen stark zu kämpfen, und das nicht erst seit Corona. Auch Haselünne gehört dazu. Aber in die Stadt kommt kontinuierlich Bewegung rein. Hier ein kleiner Überblick:

Für die Gaststätte „Zur Ziegentränke“ in Haselünne plant Inhaber Christopher Jansen bereits seit 2019 eine Erweiterung. Dafür suchte der Geschäftsmann nach geeigneten Räumlichkeiten und fand diese auch in der Haselünner Innenstadt. Im ehemaligen Rossmann-Gebäude will er nun seinen „Ziegenstall“ eröffnen. 

Der Bau mit der auffälligen gelben Fassade an der Ecke Markt/Bahnhofstraße steht seit dem Wechsel des Drogeriemarkts in den neu errichteten Wohn- und Geschäftskomplex auf dem Areal am Wasserturm im Oktober 2017 im Untergeschoss leer. Hier sind die Planungen ins Stocken geraten. Auf Anfrage bei der Stadt erklärt Bauamtsleiter Martin Pohlmann: „Zum Neubau des Hotels Ecke Bahnhofstraße/Steintorstraße ist die Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Diesbezüglich führt die Stadt Haselünne mit dem Bauherrn nun Abstimmungsgespräche.“ Bis zum Baubeginn dauert es somit noch einige Zeit. 

Leerer Shisha-Shop

Noch vor einigen Monaten war an der Ecke Bahnhofstraße/Ritterstraße ein Shisha-Shop zu finden. Nun sind die Geschäftsräume auch hier leer. Auf Anfrage bei der Stadtverwaltung gibt es noch keine konkreten Pläne für eine Nutzung. „Zur Folgenutzung der ehemaligen Shisha-Bar in der Bahnhofstraße liegen der Stadtverwaltung keine Kenntnisse vor“, so Pohlmann.

Wilmes

Auch das ehemalige Gebäude „Koop-Sicking“ an der Neustadtstraße steht weiterhin leer. Hier wurde zuletzt ein Fitnessstudio betrieben. Eine Folgenutzung sei der Stadt auch hier nicht bekannt.

Neue Wohnkomplexe

Ganz anders sieht es mit dem Netto-Gelände und dem ehemaligen K+K-Markt an der Meerstraße aus. Dies sei im Eigentum einer auswärtigen Immobiliengesellschaft. „Nach dem städtebaulichen Entwicklungskonzept für das Sanierungsgebiet ‚nördliche Innenstadt – Erweiterung‘ ist für dieses Gebiet dauerhaft Wohnen und Dienstleistungen vorgesehen. Wir hoffen, die Fläche gemeinsam mit einem Investor entsprechend entwickeln zu können“, so der Bauamtsleiter. 

Der gesamte Gebäudekomplex an der Meerstraße soll abgerissen und neu bebaut werden. Im Erdgeschoss soll dann ein Getränkemarkt untergebracht werden. In den Obergeschossen entstehen insgesamt 18 Wohneinheiten, eine dreigeschossige Bauweise werde hier festgelegt.

Insgesamt hält Pohlmann die Innenstadt Haselünne für attraktiv und belebt. „Naturgemäß kommt es auch immer wieder zu Leerständen. Wenn die Stadt Haselünne zur Behebung der Leerstände beitragen kann, bin ich hierzu gerne im Rahmen der baurechtlichen Vorschriften bereit. Bei Bedarf dürfen mich die Grundstückseigentümer gerne ansprechen“, sagt er.


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