53 Kilometer bei 35 Grad 420 Radler bei Rosche Korn-Erlebnistour begeistert

Von PM.

Begrüßung in Haselünne: (v. l. nach r.) Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer, Korn-Academie-Dozent Georg Altmeppen, Clemens Große Macke, Geschäftsführerin Susanne Rosche, Johanna Lübbers im Amt der ersten Korn-Königin Deutschlands und Geschäftsführer Josef Rosche. Foto: RoscheBegrüßung in Haselünne: (v. l. nach r.) Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer, Korn-Academie-Dozent Georg Altmeppen, Clemens Große Macke, Geschäftsführerin Susanne Rosche, Johanna Lübbers im Amt der ersten Korn-Königin Deutschlands und Geschäftsführer Josef Rosche. Foto: Rosche

Haselünne. Nachdem am Vortag in Lingen der neue deutsche Hitzerekord mit 42,6° erreicht oder „erlitten“ worden war, fragte sich so mancher, ob die Teilnahme ausgerechnet an der längsten aller bisherigen Rosche Korn-Erlebnistouren wohl eine gute Idee sei. Absagen gab es jedoch keine.

„Fantastisch, was wir Kölner hier erlebt haben“ und „Wir sind extra für die Tour von Recke angereist; es war Spitze!“, so lauteten die einhelligen Kommentare von Gästen aus nah und fern. Ein frischer Süd-Ost-Wind und viele beschattete Streckenabschnitte sorgten für erträgliche Temperaturen. Josef Rosche begrüßte die Gäste und riet ihnen, in jeder Beziehung mit ihren Kräften zu haushalten. Zur Vorsorge standen viele Wasserflaschen bereit sowie für den Notfall zwei DRK-Fahrzeuge und ein Begleit-Bus, deren Einsatz aber nicht notwendig wurde.

Dr. Julia Schulte to Bühne, seit 2018 Direktorin des im Jahre 1934 gegründeten, ältesten deutschen Freilichtmuseums in Cloppenburg, lud die Teilnehmenden zum „Schnupperkurs“ ein: hauptamtliche Museumspädagogen und ehrenamtliche Helfer belebten die Häuser und führten alte Handwerke aus, immer mit im Blick: Was können wir für heute daraus lernen? Danach sorgte der „Dorfkrug“ für einen schmackhaften Eintopf und Erfrischung. Hermann Schröer, stellvertretender Landrat des Landkreises, wünschte allen viel Freude bei der Fahrt durchs Cloppenburger Land. 

Fleischereihandwerk in Lastrup

Hervorragend betreut durch die Polizei und den Oldtimerclub Hasetal-Schleper fuhr der Tross dann mitten durch die „Fahrradstadt“ Cloppenburg. Nach 14 km erreichten die Radler den Kalieber-Stützpunkt in Lastrup, wo es Informationen und Kostproben von feiner Fleischer-Handwerkskunst gab. Inhaberin Sarah Dhem begrüßte zusammen mit Bürgermeister Michael Kramer die Teilnehmenden. Korn-Königin Johanna fuhr mit einem schicken weißen Karmann Ghia vor, wechselte danach aber wieder aufs Rad. Mehr als 20 Lastruper Feuerwehrleute in Ausgeh-Uniform und der Oldtimerclub Suhle sicherten Gefahrenpunkte und Kreuzungen. 18 ADFC-Tourenbegleiter aus dem gesamten Emsland halfen mit Ihren Sprechfunkgeräten, den langen Konvoi in Gruppen zu strukturieren.

Die Wasserknappheit in diesem Sommer wurde den Teilnehmer dann durch die Vorbeifahrt an einem großflächig abgebrannten Feld und einem ausgebrannten Mähdrescher bewusst. Den Duft von Korn konnten die Radfahrer besonders gut in einer unausweichlichen Staubwolke aus einem am Wegesrand arbeitenden Erntegerät wahrnehmen.

1500 Käse- und Schinkenbrote

Bei der Schule in Evenkamp erwarteten der Löninger Bürgermeister Marcus Willen, Ortsvorsteher Bernd Schnieders und die ortsansässige CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher die Gäste. Die für vorangegangene Schützenfeste festlich geschmückten Straßen in Matrum und Löningen hatten viel Beachtung gefunden. Ebenso ernteten die kulinarischen Versorgungsstände zur Vesper viel Zuspruch: Die Landfrauen des „Glübbiger Viertels“ hatten mehr als 1500 Käse- und Schinkenbrote geschmiert. Die Theater-Gruppe Evenkamp unterhielt die Gäste mit einem Sketch. Im Wesentlichen ging die Fahrt aber über ruhige, gut ausgebaute Strecken und den Hasetal-Radweg, so dass alle unversehrt und mächtig stolz in Haselünne eintrafen.

Dort begrüßten Bürgermeister Werner Schräer, Korn-Königin Johanna sowie Susanne und Josef Rosche die Gäste im Hof der Edelkorn-Brennerei. Landestypisches Essen und beste Musik sorgten für ausgelassene Feierstimmung, sodass die Tanzfläche ständig besetzt war.

Spendenbetrag verdoppelt

„In den vergangenen Tagen mit Extremtemperaturen haben wir noch besser gelernt einzuschätzen, wie hart es für unsere Vorfahren damals gewesen sein muss, und bis heute bei vielen Menschen in anderen Teilen der Welt ist, wenn trotz der Hitze gearbeitet werden muss, um zum Beispiel die Ernte zu sichern,“ stellte Susanne Rosche fest. „Weil wir als Weizen-Anbauer und Edelkorn-Brennerei spüren, wie wichtig jedes einzelne Korn und jeder einzelne Tropfen Wasser ist, möchten wir erneut ein Wasser-Projekt unterstützen: diesmal eins in Honduras, für das sich die Cloppenburgerin Rita Taphorn besonders stark macht. Über die Hilfsorganisation „Rotary-International“ gelingt es uns - in Verbindung mit vielen Rotary-Clubs in der Weser-Ems-Region - den Spendenbetrag in Höhe von 1111 Euro mehr als zu verdoppeln“, freute sich Josef Rosche, selbst Gründungspräsident des Rotary-Clubs Löningen-Hasetal-Haselünne, durch dessen Gebiet die diesjährige „heißeste“ Tour aller Zeiten geführt hatte.



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