zuletzt aktualisiert vor

Praktikum in Touristinformation Haselünne:„Hier hilft jeder dem anderen“

Meine Nachrichten

Um das Thema Haselünne Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Kolleginnen auf Zeit: Birgit Schlangen (links) von der Haselünner Touristikinformation und Audrey Tylinski aus der Nähe von St. Flour. Foto: Carola AlgeKolleginnen auf Zeit: Birgit Schlangen (links) von der Haselünner Touristikinformation und Audrey Tylinski aus der Nähe von St. Flour. Foto: Carola Alge

Haselünne. „Isch gäbbe Ihnen diese Broschür.“ Der französische Akzent der blondhaarigen jungen Frau hinter dem Tresen der Touristikinformation im Haselünner Rathaus ist nicht zu überhören, als sie einer Urlauberin Flyer mit Hotelinformationen reicht.

„Isch übbe weiter“, lacht Audrey Tylinski. Die 18-Jährige stammt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von St. Flour, der französischen Partnerstadt Haselünnes. Zwei Monate bleibt sie in der Hasestadt. Fremd ist ihr die Stadt nicht. Audrey war hier schon viermal im Rahmen der regelmäßigen Besuche der Partnerschaftsforen beider Städte zu Gast. Da lag es für sie quasi auf der Hand, das im Rahmen ihrer Touristik-Ausbildung an einer Schule für Hotel und Restaurant erforderliche Praktikum in Haselünne zu machen. „Ich wollte schon immer länger nach Deutschland kommen, und dieses Praktikum ist eine gute Gelegenheit. Hier in Haselünne ist das leicht für mich, weil ich viele Leute schon kenne“, sagt Audrey.

Von Hasestadt begeistert

Von der Hasestadt ist sie begeistert. Alle seien hier super nett. Und auch der Kontakt zu den Kollegen sei toll, strahlt die Auszubildende. Dann überlegt sie einen Moment. Die Sache mit den Mahlzeiten, das sei vielleicht so ein gewöhnungsbedürftiger Punkt. Wieso? Audrey, die bei einer Gastfamilie untergebracht ist, schmunzelt. Der Franzose esse ja gerne, ausgiebig und zu bestimmten Zeiten. Hier aber gebe es keine feste Zeiten.

Klasse findet die Auszubildende ihre Arbeit und die Besucher, mit denen sie täglich zu tun hat. „Hier hilft jeder dem anderen, wenn er ein Problem hat: In St. Flour ist das nicht unbedingt immer so. Und hier geht es weniger streng zu.“ Dafür nimmt die 18-Jährige gerne in Kauf, dass sie in Haselünne momentan vier Stunden mehr pro Woche arbeiten muss als daheim, wo es die 35-Stunden-Woche gebe. Begeistert ist sie auch von der Landschaft: „Hier kann man überall toll Fahrrad fahren.“

Ihre Arbeit in der Haselünner Touristikinformation empfindet Audrey als abwechslungsreich, auch wenn sie in den ersten Alles-Kennenlern-Tagen naturgemäß zunächst nur kleinere Aufgaben zu erledigen hatte. Viel Spaß hat sie unter anderem daran, Fotos für Flyer und andere Werbeträger zu erstellen. Und sie übersetzt gerne Broschüren der Stadt ins Französische.

Demnächst wird die Französin auch am Telefon zu hören sein. „Touristikinformation Haselünne, isch bin Audrey Tylinski, was isch kann für Sie tun?“ – so ähnlich wird der Anrufer dann begrüßt werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN