Facharbeiten zur „Lust auf Land“ Haselünner Schüler leisten Zukunftsbeitrag

Von Emily Megger

Die Verantwortlichen des Projektes „Lust auf Land“ mit Vertretern des Jahrgangs 12. Foto: Emily MeggerDie Verantwortlichen des Projektes „Lust auf Land“ mit Vertretern des Jahrgangs 12. Foto: Emily Megger

Haselünne. Die Emsländische Landschaft führt unter anderem in Kooperation mit der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte Papenburg das Projekt „Lust auf Land“ durch. Im Emsland ist dabei das Teilprojekt „Zukunft – Wohnen und Leben am Beispiel der Stadt Haselünne“ ein Schwerpunkt.

Begleitet von der Stadt Haselünne haben sich das Kreisgymnasium St. Ursula Haselünne und die Historisch-Ökologische Bildungsstätte zusammengetan, um mit dem Abiturjahrgang Facharbeiten zur Gestaltung des ländlichen Raumes zu erstellen. Diese wurden nun vorgestellt.

Der Präsident der Emsländischen Landschaft Hermann Bröring betonte, dass die Auseinandersetzung mit Demografie und der ländlichen Entwicklung unumgänglich sei. „Das Hauptanliegen ist es, Strategien und Ideen zur Bewältigung des demografischen Wandels zu entwickeln und sich mehr mit unserer Region zu identifizieren“, sagte Bröring.

Die Schüler wurden in unterschiedliche Themenbereiche eingeteilt. So beschäftigten sich einige mit gesellschaftlichen Problemen wie dem Fachkräftemangel oder der Migration. Auch die Problematik, dass viele Abiturienten zum Studieren in andere Städte ziehen müssen, wurde thematisiert. Im technischen Bereich erarbeiteten die Schüler Möglichkeiten zur Entlastung der Umwelt.

Das Ziel des Landkreises Emsland ist es, dass 2030 jedes zweite Auto im Landkreis elektrisch betrieben wird. Die Chancen auf Umsetzung dieses Vorhabens haben die Abiturienten ebenso kritisch hinterfragt wie das „Haus der Zukunft“, ein CO2-neutrales Gebäude mit optimaler Ressourcennutzung. Außerdem entwickelten Schüler eine digitalisierte Version des Haselünner „Stadtgesprächs“. Dieses Printmedium erscheint bisher acht Mal im Jahr und könnte mit einer zusätzlichen App eine größere Reichweite, vor allem auch für junge Leute haben, meinten die Schüler.

Besonders die Frage: Haselünne – eine Stadt mit Perspektive? nahm einen großen Teil der Veranstaltung ein. Es wurden Umfragen und Interviews in allen Altersklassen durchgeführt, auch eine Drohne für Landschaftsaufnahmen genutzt. Die Schüler nahmen due Stadt größtenteils positiv wahr. Sie lobten den Marktplatz und die Natur um die Hase und den Haselünner See. Kritik übten sie an fehlenden Angeboten und Treffpunkten für Jugendliche sowie an der Schließung von Geschäften.

Schulleiter Norbert Schlee-Schüler betonte abschließend, die Gestaltung der Zukunft fange jetzt an. Er lobte die gute Zusammenarbeit sowie die gelungenen Ergebnisse. Bürgermeister Werner Schräer bot den Schülern den Dialog an, um konkrete Ideen und Pläne noch einmal zu diskutieren: „Ich freue mich auf viele Gespräche und wünsche Ihnen viel Glück für das kommende Abitur.“


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