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13.02.2019, 15:48 Uhr KOMMENTAR

Mobbing ist eine unterschätzte Gefahr

Ein Kommentar von Carola Alge


Mobbing gibt es in vielen Bereichen. Auch in Schulen. Das Anpöbeln reicht von Verspottungen bis zu Ausgrenzungen und Belästigungen. Foto: Carola AlgeMobbing gibt es in vielen Bereichen. Auch in Schulen. Das Anpöbeln reicht von Verspottungen bis zu Ausgrenzungen und Belästigungen. Foto: Carola Alge

Haselünne. Mobbing kann grausam sein und Menschen gar in den Tod treiben. Schulsozialarbeiter Ingo Schmit in Haselünne versucht, Betroffenen zu helfen. Keine leichte Aufgabe. Ein Kommentar.

Das grobe Anpöbeln („to mob“) reicht von Verspottungen über Ausgrenzungen bis zu sexuellen Belästigungen. Besonders schlimm ist das systematische Fertigmachen – über einen längeren Zeitraum –für Schüler. Oft stehen Lehrer hilflos daneben, haben Angst, mit falscher Intervention die Dinge noch zu verschlimmern.

Probleme und Streit zwischen Schülern gibt es seit jeher. Die von tatsächlichem Mobbing zu unterscheiden fällt manchem Pädagogen schwer. Hier kommt Schulsozialarbeitern wie Ingo Schmit eine große Rolle und Verantwortung zu. Sie müssen ein Gespür dafür haben, wann sich gegen Schüler gerichtete Aktionen schnell zum Mobbing entwickeln können. Schon eine in der Freizeit erhaltene Whatsapp mit beleidigendem Inhalt kann schnell zum Problem werden, das jemand mit in die Schule schleppt – und das plötzlich ein Problem mehrerer darstellt und sich schneeballartig entwickelt.

In diesen Fällen ist es auch sehr wichtig, die Eltern zu motivieren, sich mehr mit der Nutzung von Handy und Co. ihrer Kinder auseinanderzusetzen, auf der Opfer- wie auf der Täterseite. Und dass sie sich Zeit nehmen, um mögliches Mobbing frühzeitig zu erkennen und behutsam, aber angemessen und vor allem konsequent darauf zu reagieren.


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