Prachtvolle Musik in Haselünne Capella Cantorum und Barock Ensemble Osnabrück brillieren

Von Gerd Mecklenborg

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Chor und Musiker harmonierten wunderbar und sorgten so für einen Hörgenuss in der Haselünner Kirche. Foto: Gerd MecklenborgChor und Musiker harmonierten wunderbar und sorgten so für einen Hörgenuss in der Haselünner Kirche. Foto: Gerd Mecklenborg

Haselünne Der Chor Capella Cantorum und das Barock Ensemble Osnabrück sind in der Haselünner St. Vincentius Kirche für einen begeisternden Auftritt mit stehenden Ovationen gefeiert worden. Die Eurovisionshymne aus dem Präludium des „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier gaben sie dann als Zugabe.

Die Werke von Marc-Antoine Charpentier, hervorragend dargeboten von den Musikern und dem Haselünner Chor, standen auf dem Programm und bescherten den zahlreichen Konzertbesuchern einen musikalischen Hochgenuss. Aufgeführt wurde – in schöner kathedraler Akustik – eines der großen Werke französischer Barockmusik. Glanzvolle Festlichkeit, volltönender Chorgesang, herrlich klingende Arien und instrumentale Zwischenspiele auf historischen Instrumenten des Barock prägten das fast 90-minütige Konzert unter der bewährten Leitung von Ines Krause, die Spezialisten ursprünglicher barocker Musik nach Haselünne eingeladen hatte.

Und so kamen die Konzertbesucher in den Genuss, Charpentiers berühmtes Werk im Originalklang hören zu können. Eingeleitet wurde die Aufführung von Kirchenkreiskantor Peter Müller aus Lingen an der großen Kirchenorgel mit vier Sätzen aus dem „Magnificat“ von Josse-Joseph Benaut. Ein passender Einstieg, virtuos dargeboten auf der „Königin der Instrumente“. Chor und Ensemble sei es ein Anliegen, „am 27. Januar an den Holocaust-Gedenktag, aber auch an den Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart, zu erinnern“, hieß es in der Anmoderation. Und so gab es im Verlauf des Konzertes ein „Geburtstagsständchen“ in Form von Mozarts Sonate in C-Dur KV 328.

Feierlich erhaben

Nach dem Orgel-Intro erklang feierlich erhaben die „Messe de minuit pour Noël“ von Marc-Antoine Charpentier. Atmosphärisch stark und harmonisch im Zusammenspiel der wunderschönen Mehrstimmigkeit des Haselünner Chores und des ganz eigenen Klanges der Instrumente aus der Barockzeit, entwickelte sich ein besonderes Hörerlebnis.

Hervorragend die Gesangsstimmen der Solisten Christina Hilbers, Mylène Kroon, Daniel Lösker und Andreas Post. Die spannenden Kontraste, die den Reiz französischer Barockmusik ausmachen, wurden brillant vom Chor Capella Cantorum und dem Osnabrücker Ensemble hörbar gemacht. Dazu wurden musikalischer Farbenglanz, euphorische, dann wieder zärtliche Gemütsstimmungen, mit „historischen“ Rhythmen und „unter die Haut gehenden“, hier und da auch volkstümlich klingende Melodien, dargeboten. Harmonie pur.

Paukenwirbel

Bekanntester Bestandteil des Konzertes war natürlich das Hauptmotiv des Präludiums, das als Erkennungsmelodie der von den europäischen Sendeanstalten gemeinsam produzierten Sendungen in Hörfunk und Fernsehen besonders in den 1960ern und 1970ern ausgestrahlt wurde. Eingeleitet mit einem mächtigen Paukenwirbel erklang es auch in der Haselünner Kirche und wurde zum Abschluss des großarteigenen Konzertes noch einmal als Zugabe wiederholt.


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