Etwa 100 Helfer beteiligen sich an Aktion Rotes Kreuz schreddert Weihnachtsbäume in Haselünne

Von Martin Reinholz


Haselünne. In zahlreichen Gemeinden und Städten des mittleren Emslandes haben freiwillige Helfer von Kolpingfamilien, der Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und anderen Organisationen Weihnachtsbäume eingesammelt und entsorgt. So auch im Innenstadtgebiet und den Ortschaften Haselünnes. Hier organisierte das DRK Haselünne Berßen Stavern Apeldorn das Einsammeln der Bäume der etwa 5000 Haushalte der Stadt.

„Seit 1991 sammeln wir die Weihnachtsbäume zu Beginn des neuen Jahres ein“, sagte Stephanie Töller vom DRK Haselünne im Gespräch mit unserer Redaktion. Etwa 100 Helfer im Alter von sechs bis 50 Jahren beteiligten sich an der Aktion. „Viele“, so Töller, „sind schon seit Jahren dabei und sammeln jedes Jahr in ihrer gewohnten Gruppe die Bäume ein“.

Frühmorgens trafen sich die Helfer am Samstagmorgen am DRK-Heim an der Poller Straße. Sie wurden unterstützt von 17 Treckern, Kleinlastwagen und Fahrzeugen mit Anhängern – die zum Teil von Firmen und auch Privatpersonen zur Verfügung gestellt wurden. Während die jüngeren Helfer mit Spendendosen von Haus zu Haus zogen und um einen kleinen Obolus für das Einsammeln der Bäume baten, wuchteten die größeren Helfer die an der Straße liegenden Bäume auf die Anhänger.

Sinnvolle Sache

Trotz des mitunter strömenden Regens waren allen Helfer „mit großer Begeisterung“ dabei, lobte Stephanie Töller den Einsatz der Freiwilligen, die zum Teil aus den einzelnen Gruppen des Jugendrotkreuzes und der DRK-Bereitschaft stammten und zum anderen Teil freiwillige Helfer sind, die die „sinnvolle Sache“ unterstützen.

Auf einem Gelände der Stadt Haselünne an der Straße Am Schullenriedengraben wartete schließlich ein großer Industrieschredder, der die angelieferten Bäume schließlich zerhäkselte. Das Häkselgut wird vom Bauhof weiter verwendet.

Im Schlafanzug auf die Straße

Gegen Mittag gab es für alle Helfer Pommes und Bratwurst im DRK-Heim. Birgit Gregorzuk, Karin Siemer und Erika Wübbels vom sozialen Arbeitskreis des DRK organisierten die Verpflegung. Neben dem Mittagessen gab es morgens auch Kaffee und Obst. Mittags wurde dann auch die eine oder andere Anekdote des Vormittags ausgetauscht. So komme es durchaus vor, dass der eine oder andere Bewohner noch schnell im Schlafanzug den Baum zur Straße schafft. „Besonders ärgerlich ist aber leider, wenn die Bäume nicht vollständig abgeschmückt wurden“, bemängelte ein Helfer einige wenige Ausnahmen.

Seit November haben Stephanie Töller und Tanja Voss die Aktion vorbereitet. „Jedes Jahr kommen neue Straßen in Baugebieten hinzu“, sagte Töller, „sodass eine genaue Planung und Organisation notwendig ist“. Gegen Einbruch der Dunkelheit waren schließlich alle Weihnachtsbäume der etwa 5000 Haushalte in Haselünne und den Ortschaften entsorgt.

Eine Leistung, die sich sicherlich so mancher Bürger im Bezug auf die Entsorgung der gelben Säcke wünschen würde. Denn diese lagen am Samstagabend immer noch an den Straßen in einigen Ortschaften im mittleren Emsland.


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