456.000 Euro Fördergelder Dorferneuerung in Eltern erfolgreich abgeschlossen

Von Martin Reinholz

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Haselünne. In der Haselünner Ortschaft Eltern wurde durch eine Abschlussveranstaltung des entsprechenden Arbeitskreises die Dorferneuerung offiziell beendet. Eltern wurde bereits im Sommer des Jahres 2003 in die Maßnahme aufgenommen.

Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer gab einen Überblick über die Historie der Dorferneuerung in Haselünnes größter Ortschaft. Nach der Aufnahme Elterns in die Dorferneuerung wurde während der ersten Bürgerversammlung im November 2003 ein Arbeitskreis für die Erarbeitung eines Dorferneuerungsplanes gebildet, skizzierte der Verwaltungschef.

Im Sommer 2005 wurde im Rahmen einer zweiten Bürgerversammlung der Planentwurf vorgestellt, der dann im Dezember 2005 die Zustimmung des Rates der Stadt Haselünne fand, so Schräer weiter. Der Anerkennungsbescheid und damit die Zusage für die Förderung von 19 der 23 vorgeschlagenen Maßnahmen erging im August des Folgejahres, so der Bürgermeister. Der ursprüngliche Förderzeitraum von den Jahren 2009 bis 2013 wurde schließlich auf Antrag bis 2017 verlängert, erklärte der Bürgermeister. Während dieser Zeit kam der gebildete Arbeitskreis insgesamt zu 23 Sitzungen zusammen.

Nicht alle Wünsche erfüllt

Schräer dankte den Mitgliedern des Arbeitskreises, den jeweiligen Ortsvorstehern, den zuständigen Mitarbeitern im Haselünner Bauamt, Christa Langenhorst und Martin Pohlmann, „auf den Weg in die Zukunft den Ort Eltern ein Stück lebens- und liebenswerter gemacht“ zu haben. „Wir konnten leider nicht alle Wünsche erfüllen“, gestand Schräer ein.

Im gesamten Förderzeitraum wurden neben acht privaten Maßnahmen – unter anderem die Sanierung der Klause am Stationsweg durch die Kirchengemeinde Haselünne – 19 öffentliche Maßnahmen mit insgesamt etwa 811000 Euro Investitionssumme gefördert. Diese Summe wurde mit 78700 Euro vom Landkreis Emsland, 25000 Euro der emsländischen Sparkassenstiftung und mit 352200 Euro aus der Dorferneuerung gefördert.

Die Projekte

Das größte Projekt war der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses, sagte Schräer. Als weitere Maßnahmen nannte der Bürgermeister die Aufwertung und Neugestaltung des Stationsweges am Kindergarten, den Neubau einer Bushaltestelle und eines Fußweges an der Ringstraße, den Neubau eines Radweges an der Lindenstraße, die Überarbeitung des Natursteinpflasters an der historischen Ringstraße, die Neugestaltung an den Kreuzungsbereichen Georg-Bernd-Straße / Ringstraße und Feldstraße / Ringstraße sowie die Erneuerung des Brückengeländers am Gewässer „Lasterbach“ am Radweg des Stationsweges.

Eine kurze Diskussion kam zum Thema „Dreimädelhaus“ auf. Martina Cordes vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, Geschäftsstelle Meppen, machte deutlich, dass die geleistete Förderung sich konkret auf die geplanten und auch durchgeführten Aktionen bezogen. Der Zuwendungszweck beinhalte hier konkret keine Verpflichtung zur Nutzung des Gebäudes, sondern erschöpfe sich in der Umsetzung der geförderten Maßnahme, sagte Cordes. Dass es aber bis heute zu keiner sinnvollen Nutzung des Gebäudes gekommen sei, bezeichnete Martina Cordes als „sehr bedauerlich“.


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