Groote Visite inne Köeke Plattdeutscher Abend des Heimatvereins Haselünne

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Mechthild Westerhoff und Gaby Többen traten mit Engelbert Stolte und Elisabeth Berens auf. Nach der Melodie des Seemannklassikers ‚Rolling home‘ besangen sie unsere Heimat, das ‚Emseland‘. Foto: Herbert HuerMechthild Westerhoff und Gaby Többen traten mit Engelbert Stolte und Elisabeth Berens auf. Nach der Melodie des Seemannklassikers ‚Rolling home‘ besangen sie unsere Heimat, das ‚Emseland‘. Foto: Herbert Huer

Haselünne. Einen plattdeutschen Abend hat der Heimatverein Haselünne im Haus Büter im Heimatmuseum veranstaltet.

Die Veranstaltung fand ‚inne Köeke, nich inne beste Stoawe‘ statt. In der Küche das Hauses fanden 40 Freunde der plattdeutschen Sprache Platz.

Begrüßt wurden sie durch den Ausschussvorsitzenden Bernd Konen. Mechthild Westerhoff und Gaby Többen leiteten mit Gesang stimmungsvoll den Abend ein. ‚Einmoal int Joar is groote Visite‘ ließ das Geschwisterpaar aus ‚Möppen‘ die Gäste wissen. Plattdeutsche Erzählungen von Hermann Lammers schlossen sich an sowie ‚Dönkes‘ , Weisheiten, kluge Sprüche und erste Anbahnungen, auf plattdeutsch besonders amüsant, von Klaus Schütte dargeboten.

Nach einer weiteren Gesangseinlage - Mauder, giv mi ´n Kämesgrosken - und einer Kurzgeschichte, die besagt, dass mit Blümchen und Schmetterlingen verzierte Jogginghosen das Leben enorm verlängern, kam ein Hauch von Nostalgie ‚inne Köeke‘. Man musste genau hinhören, um sich davon zu überzeugen, dass nicht Nana Mouskouri dort stand und sang. Denn erst beim zweiten Hinhören wurde es deutlich, dass nicht die ‚Weißen Rosen aus Athen‘ besungen wurden, sondern ‚Rote Reuben ut det Glas‘. Diese, Rote Rüben, waren nicht nur schmackhaft, sondern galten auch als Hausmittel bei Schnupfen und Husten und beim Magengrummeln. Als Kosmetikmittel soll es auch schon geholfen haben: Im Text wird darauf verwiesen, dass Cleopatra dies bereits als Schönheitsmittel benutzt hat.

Den Ablauf einer Bauernhochzeit, ‚Burnhochtied‘, vergangener Zeiten gab Klaus Schütte bekannt. Als Schlusssequenz wurde es offenbar: ‚Ne richtige Hochtied is bloß dann, wenn man an annern Dag Koppiene häff‘.Die Lieder von ‚Pastor sien Kau‘ und ‚Lütt Anna Susanna‘ durften nicht fehlen. Wie bei den anderen Liedvorträgen wurden die Besucher mit einbezogen. Nachdenklich machte eine Erzählung über Schülern, die zunächst von Abfallbeseitigung und -verhinderung nichts wissen wollten. Durch geschicktes Vorgehen eines Lehrers gelang es, diese letztendlich zu sensibilisieren und gemeinsam durch Abfallbeseitigung und -entsorgung für die Aktion Sorgenkind zu sammeln. Dem Erzähler nach soll es ein hoher Betrag gewesen sein, der zusammen kam. In plattdeutscher Sprache vorgetragen hörte man zunächst schmunzelnd zu, ehe es zum Nachdenken kam.

Bevor es zum Abschlusssingen aller Teilnehmer kam - ‘Dat du mien Leevsten büst‘, ‚Öwer de stillen Straten‘ -, gab es ein Uraufführung: Großcousins und Großcousinen traten gemeinsam auf. Mechthild Westerhoff und Gaby Többen traten mit Engelbert Stolte und Elisabeth Berens auf. Nach der Melodie des Seemannklassikers ‚Rolling home‘ besangen sie unsere Heimat, das ‚Emseland‘.

Hermann Lammers bedankte sich bei allen Gästen und Mitwirkenden mit dem Hinweis, dass im nächsten Jahr im Rahmen der Aktion ‚Haselünne liest und singt‘ wieder ein plattdeutscher Abend veranstaltet wird.


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