Neues Dach für das Schützenhaus Schützenbruderschaft Haselünne plant Sanierung

Von Martin Reinholz

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Haselünne. Das Haselünner Schützenhaus an der Lingener Straße soll ein neues Dach erhalten.

Seit einigen Jahren beschäftigt das undichte Dach des Schützenhauses den Verein. Das Gebäude wird von zwei Satteldächern, einem Flachdach und einem Metalldach im Bereich des Schießstandes abgedeckt. „Immer wieder dringt durch undichte Stellen Wasser in das Gebäude ein“, berichtete der zweite Schriftführer des Vereins, Henning Radke, in der Versammlung. Als Diskussionsgrundlage habe er die Kosten für eine komplette Sanierung ermittelt. Es würden rund 58.000 Euro anfallen, rechnete Radke vor. Die Kalkulation sei ohne die Einrechnung von Eigenleistungen und möglichen Zuschüssen erfolgt.

Uneinigkeit herrschte während der Versammlung über die Eigenleistung. Während Vereinsmitglied Ewald Brackmann eine Beteiligung der Mitglieder für nötig und möglich hielt, bezweifelte der Kassenwart des Vereins, Andreas Kruse, eine „große Bereitschaft“ der Mitglieder. Der Vorstand wird in naher Zukunft das weitere Vorgehen abstimmen, sagte Präsident Hermann Vocke. Zudem solle versucht werden, mögliche Zuschüsse einzuwerben. Die im letzten Jahr geplante Verwendung der alten Dachziegeln der bald zum Teil abzureißenden Stadthalle wurde verworfen.

Der Präsident kündigte an, dass er im kommenden Jahr nicht wieder als Vorsitzender kandidieren werde. Nach dann 24-jähriger Vorstandstätigkeit, sei es an der Zeit „jüngeren Nachfolgern Platz zu machen“, begründete er seinen Entschluss. Damit habe der Verein genügend Zeit für eine Nachfolgeregelung.

In seinem Rückblick sprach Vocke die Veranstaltungen des Vereins, der etwa 560 Mitglieder zähle, an und sprach von einem „harmonischen Miteinander“ in der Schützenbruderschaft. Besonders hob der Präsident die Teilnahme an den Schützenfesten in Haselünne-Stadtmark, Stadtmark-Siedlung und beim Schützenfest des Brudervereins St. Georg Meppen-Esterfeld hervor.

Als eine „positive Entwicklung“ wertete Vocke die jährlichen Treffen der Haselünner Schützenvereine. „Das Konkurrenzdenken und der Neidgedanke sind gänzlich verflogen und wir haben erkannt, dass wir eigentlich die gleichen Probleme haben“, sagte der Präsident.

Über die finanzielle Situation unterrichtete Kassenwart Andreas Kruse die Versammlung. Kassenprüfer Jens Fürstenberg berichtete über eine „ordnungsgemäße Kassenführung“ und beantragte die Entlastung des Kassenwarts und des gesamten Vorstandes, die bei zwei Enthaltungen erteilt wurde. Als Nachfolger von Fürstenberg wurde Jürgen Peters gewählt. Adjutanten Michael Schwarz legte nach zehn Jahren sein Amt nieder. Einstimmig wurde Stefan Esders zum Nachfolger gewählt.

Schießsportgruppenleiter Andreas Lohe berichtete über die Erfolge der Haselünner Schützen. Die Mitglieder der Schießsportgruppe holten 17 Gold-, fünf Silber- und vier Bronzemedaillen bei Wettbewerben auf Kreis- und Bezirksebene. Ein „besonderer Erfolg“ war die Teilnahme von Anna-Lena Hempen an der Deutschen Meisterschaft in München. Lohe verwies auf das Seniorenschießen an jedem ersten Dienstag im Monat und auf das Weihnachtspreisschießen am 16. Dezember ab 15 Uhr.


Vereinsportrait:

Schützenbruderschaft Haselünne e.V., Lingener Straße 31, 49740 Haselünne.

Gründungsjahr 1436

Mitglieder 560

Vorsitzender: Hermann Vocke, Tel.: 05961/4000.

Homepage: www.sbs-haseluenne.de, E-Mail: info@sbs-haseluenne.de

Nächste Veranstaltungen:

10. November: Abgrillen und Arbeitseinsatz am Schützenhaus, 9 Uhr.

18. November: Volkstrauertag an der Haselünner Friedhofskapelle, 11.15 Uhr.

16. Dezember: Weihnachtspreisschießen, 15 Uhr, Schützenhaus.

19. Januar: Winterfest in der alten Abfüllung im Berentzen Hof, 19 Uhr.

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