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29.10.2018, 08:05 Uhr KOMMENTAR

Ein kleiner Anfang

Kommentar von Carola Alge

Eine mögliche zeitliche Sperrung des Markts in Haselünne wird Thema in der Dezember-Sitzung des Haselünner Stadtrats sein. Foto: Carola AlgeEine mögliche zeitliche Sperrung des Markts in Haselünne wird Thema in der Dezember-Sitzung des Haselünner Stadtrats sein. Foto: Carola Alge

Haselünne. Die Diskussion über eine zeitweise Sperrung des Markts in Haselünne für den motorisierten Verkehr geht in eine neue Runde. Die Umsetzung des Antrags der CDU-Fraktion wäre ein kleiner Anfang, auf Dauer vielleicht doch zu einer Fußgängerzone auf Zeit in diesem Bereich zu kommen. Ein Kommentar.

Seit Jahren kämpft die SPD genau darum. Mehrere entsprechende Anträge wurden aufgrund der eindeutigen Mehrheitsverhältnisse im Haselünner Rat abgelehnt. Dass nun eine Minimal-Variante ihrer Forderung erneut zur Beratung auf den Tisch kommt, dürfte bei den Genossen zumindest für Verwunderung sorgen. Es ist zu erwarten, dass sie dem Antrag nicht zustimmen werden.

Das auch vor dem Hintergrund, dass die beantragte Sperrung ein möglicherweise verfälschtes Ergebnis zur Folge haben wird. Sie ist in einer Zeit geplant, in der der Markt wegen dort sowie im Umfeld stattfindender Veranstaltungen (Singer-Songwriter-Festival zum Beispiel) ohnehin für Pkw nicht befahrbar wäre.

Der Wunsch, den Markt im Sommer generell zu verkehrsberuhigen, ist bei nicht wenigen Haselünnern groß. Ihm gegenüber stehen die Interessen zahlreicher Einzelhändler. Ob es sinnvoll ist, den Wünschen der Bürger zu entsprechen, kann nur ein Test über einen längeren Zeitraum, verbunden mit entsprechender Frequenzzählung, beantworten.


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