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11.10.2018, 08:05 Uhr KOMMENTAR

Plattform aus Glas schick, aber eher unzweckmäßig

Von Carola Alge


Eingangstür zur Stadt Haselünne: Auf dem Widerlager der alten Brücke wird eine Aussichtsplattform errichtet. Sie dürfte ein Hingucker werden. Foto: Carola AlgeEingangstür zur Stadt Haselünne: Auf dem Widerlager der alten Brücke wird eine Aussichtsplattform errichtet. Sie dürfte ein Hingucker werden. Foto: Carola Alge

Haselünne . Der neben der sehr gelungenen neuen Hasebrücke in Haselünne entstehende große Platz nimmt die Weitläufigkeit des Bauwerks auf. Die aktuellen Planungen versprechen einen Bereich mit Verweilqualität. Ein Kommentar.

Das Areal stellt eine Eingangstür in die Stadt dar. Mehr als 140 000 Euro nehmen die Haselünner in die Hand, um hier unweit des idyllischen Spazierwegs an der Hase einen Bereich zu schaffen, an dem man gerne verweilt. Die Mischung aus Grün und Kunst plus Sitzmöglichkeiten dürfte ansprechen. 

Ein Hingucker wird – insbesondere für Touristen – die Aussichtsplattform. Dass über ihre Gestaltung noch immer beraten wird, ist richtig. Es gilt gut abzuwägen, aus welchem Material die Kragplatte auf dem wieder zu verfüllenden Widerlager der alten Brücke gefertigt wird. Die Glasvariante ist zwar die deutlich schickere, vermutlich bei Nässe und Kälte aber gefährlicher als eine gepflasterte. Und sie ist deutlich schmutzanfälliger, müsste regelmäßig mit großem Aufwand von oben und unten gereinigt werden.

Ein Kompromiss könnte eine trittfeste Pflasterung sein, in die ein transparentes Element eingelassen wird, um dem auf der Plattform Stehenden den Blick nicht nur rundherum, sondern auch nach unten auf die Hase freizugeben.


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