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10.10.2018, 10:45 Uhr KOMMENTAR

Hofbesuch in Haselünne: Respekt vor der Kreatur schaffen

Kommentar von Carola Alge

Kastration der wenige Tage alten Schweine mit oder ohne Betäubung? Darüber wird in Deutschland diskutiert. Foto: Jens Büttner/dpaKastration der wenige Tage alten Schweine mit oder ohne Betäubung? Darüber wird in Deutschland diskutiert. Foto: Jens Büttner/dpa

Haselünne. Dürfen männliche Ferkel auch ohne Betäubung kastriert werden? Empfinden sie dabei Schmerzen? Fragen, die aktuell kontrovers diskutiert werden. Manchem erscheint dabei Landwirtschaft als herzlos gegenüber der Kreatur. Manchmal sind Einblicke hilfreich. Ein Kommentar.

Wie der Alltag in der Landwirtschaft aussieht, können die Haselünner Oberschüler nach ihrem Hofbesuch zumindest erahnen. Was zu moderner Landwirtschaft allerdings gehört, dürfte ihre Fantasie im Vorfeld überstiegen haben. Der Hoftag gab ein bisschen Nachhilfe. Für sie wurde Landwirtschaft greifbar in einem der schönsten „Klassenräume“, den Jungen und Mädchen sich vorstellen können. Hautnah erlebten sie unter anderem, wie Tiere auf landwirtschaftlichen Höfen gehalten werden. Sie begegneten Hightech, die mittlerweile auf modernen Höfen Einzug gehalten hat, so aber nicht unbedingt erwartet wird.

Der Besuch kann dazu beitragen, mit verklärten romantischen Vorstellungen von Landwirtschaft aufzuräumen. Und er schafft – hoffentlich – bei manchem Kind Respekt vor der Kreatur. Auch vor Ferkeln.


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